Lhug

Slots der Rasse: 2 von 10

Gezeichnet von XY

Rassenbeschreibung

Aussehen

Ura-Lhug

Die Ura-Lhug ähneln am meisten einem Krokodil. Sie werden zwischen 1,90m und 2,18m groß. Hinzu kommt noch die Länge ihres Schwanzes von knapp 80-94 cm, welcher etwas über dem Beckenknochen ansetzt. Ihre Statur ist aufrecht, aber leicht nach vorne gebeugt. Ihr Kopf ähnelt dem eines tatsächlichen Krokodils, mit einer spitz endenden Schnauze. Bei ihnen sind beide Zahnreihen, die Obere und die Untere deutlich zu erkennen. Am markantesten ist der 4. Zahn in der unteren Zahnreihe. Dieser ragt von außen in etwa auf die Höhe des Oberkiefers nach oben. Drei bis fünf Zähne dahinter ragt ein Zahn aus dem Oberkiefer nach unten heraus. Diese Reißzähne sind jeweils gut 8-11cm lang und sehr spitz.
Die Augen der Ura-Lhug sitzen seitlich im Kopf, was jedoch nicht bedeutet, dass ihr peripheres Sehen beeinträchtigt ist. Diese sind in allen Farben des Sumpfes und auch in schwarz aufzufinden. Was sie besonders macht, ist das leicht gesteigerte Sehvermögen bei Nacht und Dunkelheit. Vielmehr sehen sie aufgrund dieser Stellung etwas mehr als einen Mensch (230 Grad im Vergleich zu 180-200 Grad beim Menschen). Dies kommt ihnen insbesondere bei der Jagd zu Gute. Sie wiegen ausgewachsen bis zu 160 kg. Die gewöhnliche Gewichtsspanne liegt zwischen 100 und 160 kg.
Haare haben sie keine. Vielmehr ist ihr Rücken und der Kopf, sowie auch der Schwanz auf der Oberseite von einem Panzer aus Knochenplatten überzogen, welcher bei direktem Auftreffen einer Waffe diese zumindest eine Weile stoppen dürfte. Wichtig ist allerdings, dass sich zwischen den Platten auch Lücken befinden. Der Panzer ist ein direkter Teil ihrer Haut und bildet die oberste Schicht. Darüber hinaus sind die Lhug wechselwarm. Durch die Anpassung ihrer Körpertemperatur an ihre Umgebung werden sie auch in der prallen Sonne keine höheren Temperaturen empfinden, als Wesen ohne eine dicke Schicht Knochen am Rücken. Abgesehen davon befindet sich zwischen Panzer und Haut auch keine freie Luft. Selbiges gilt auch für den Panzer der Lagor-Lhug. Diese Panzer geben den Ura-Lhug ihre Färbung. Auch hier finden sich wieder die Farben des Sumpfes. Braun, grün, grau und leichte Tupfer von dunklen Rot- und Orangetönen. Die Unterseite des Körpers eines Ura-Lhug ist wesentlich heller, als der Rest und zumeist entweder weiß, oder grau. Ein ausgewaschener Grünton ist jedoch auch möglich. Entlang der Wirbelsäule und auf dem Schwanz findet man auch vereinzelt kleine Hörner, die aus dem gleichen Material bestehen wie der Knochenpanzer. Sie haben Füße wie ihre tierischen Kumpanen, doch sind ihre Hände so wie die von Menschen, damit sie mit dieser so sehr veränderten Lebensweise besser klar kommen. Zudem befinden sich zwischen Fingern und Zehen leichte Schwimmhäute. 
Was die Kleidung betrifft, sieht man an ihnen alles, was man auch an Elfen und Menschen sehen würde, bis auf Schuhe. Diese sind bei ihrer Lebensweise nicht von Nutzen, da sie nicht nur ausgefallene Formen haben, sondern auch noch jedes Mal ausgezogen werden müssten. 

Lagor-Lhug

Die Lagor-Lhug, ähneln den Alligatoren der Tierwelt..Kleiner als ihre Artgenossen, die Ura-Lhug, erreichen die Lagor-Lhug Körpergrößen von 1,80 – 2,00 Metern. Das ist zwar kein drastischer Unterschied, wenn man es von außen betrachtet, aber innerhalb ihrer Art sind sich alle über diesen Unterschied bewusst. So kommt es, dass die Lagor-Lhug diesen Unterschied durch ihre Aggressivität und Hinterlistigkeit ausgleichen. Auch die Lagor-Lhug haben einen bis zu 80-94 cm langen Schwanz. Auch was den Panzer angeht und die Farben ihrer Augen und “Haut”, sind sie auf den ersten Blick kaum von den Ura-Lhug zu unterscheiden. 
Was sie allerdings stark unterscheidet, ist die rund zulaufende Schnauze, welche dazu dient, sich besser und tiefer in die Beute graben zu können. Ein weiteres äußerliches Merkmal, das die beiden Arten auseinander hält, ist die Position der Zähne in Ober- und Unterkiefer. Während bei den Ura-Lhug der 4. Zahn im Unterkiefer zu sehen ist und auch im allgemeinen große Teile der unteren Zähne selbst bei geschlossenem Maul zu erkennen sind, sieht man bei den Lagor-Lhug nur den 7.-8. Zahn des Oberkiefers, bis zum Unterkiefer reichen. Dieser Reißzahn ist für gewöhnlich in etwa 7cm lang. Anders als ihre Artgenossen, sind sie etwas schmaler und filigraner gebaut. Sie verlieren dadurch aber an Kraft und gewinnen an Geschwindigkeit und Wendigkeit. Typischerweise wiegt ein Lagor-Lhug zwischen 85 und 105 kg.
Auch die Lagor-Lhug haben Schwimmhäute an den Extremitäten und tragen in der Regel gewöhnliche Kleidung und keine Schuhe.

Verhalten und Lebensweise

So wie ihre tierischen Geschwister, haben die Lhug einen stark ausgeprägten Jagd- und Überlebensinstinkt. Der Fortbestand ihrer Spezies steht ganz weit oben auf ihrer Prioritätenliste, auch wenn sie sich zugleich niemals jemanden unterwerfen würden, den sie für schwächer als sich selbst halten. Ihr natürlicher Mord- und Jagdinstinkt macht sie zu guten Waffen, sofern man brutale Kraft braucht. Doch töten sie andere Rassen zumeist nicht ohne Grund. So müssten diese ihre Familie und ihren “Clan” bedrohen, um einen aggressiven Erstschlag hervorzurufen. Ansonsten leben sie lieber ein ruhiges Leben. Sie schwimmen gerne in Tümpeln, Seen und Flüssen herum. Auch das Meer bereisen sie, aber nur, wenn es nicht anders geht, da das Salzwasser über lange Zeit ihren Panzer abnutzen würde. Das liegt daran, dass der Panzer recht eisenhaltig ist. Nicht genug, damit man es herunter schmelzen könnte, doch ausreichend, sodass stetiger Kontakt mit Wasser dafür sorgt, dass das Eisen oxidiert und der Panzer spröde wird. 
Ist ein Lhug auf der Jagd, so legt er sich auch manchmal einen ganzen Tag im Gras oder im Wasser auf die Lauer, um seine Beute aufzuspüren und diese im richtigen Moment zu erwischen und zu verschlingen. 
Diese Geduld und Ruhe erklärt auch ihre natürliche Scheu vor allem, was sie nicht kennen. Vorzugsweise bewegen sie sich ohnehin bei Nacht oder in der Dämmerung, da sie unter diesen Bedingungen mehr sehen können.
Innerhalb ihres Clans, welcher nur andere Lhug oder auch einige wenige andere Rassen beinhalten kann, welche von dem Clanleiter als würdig anerkannt werden müssen. Für gewöhnlich besteht ein Clan aus 5-10 Lhug. Bei einer geringeren Bevölkerungszahl wiederum kann ein Clan auch nur 2-3 Lhug betragen oder nur die eigene Familie. Viel wichtiger als eine große Gruppe sind hier die Existenz eines klaren Anführers und der Fortbestand der eigenen Art. Die Lhug schließen andere Wesen auch nicht vollends aus. Sollte sich ein “Nicht-Lhug” dem Anführer als würdig erweisen, so können auch andere Wesen in einen Clan aufgenommen werden.
Wichtig ist aber, dass nicht alle Lhug in Clans leben, es gibt auch einige wenige “einsame Wölfe” unter ihnen. 
Was man trotz ihrer natürlichen Kraft nicht unterschätzen sollte, ist ihre Intelligenz. Zwar ist diese in Bezug auf Jagd und Kampf deutlich ausgeprägter, aber auch auf anderen Gebieten sind sie nicht die Langsamsten. Einige von ihnen versuchten sich mit der Zeit auch an der Politik.

"Clan"-Verhalten

Schließen sich mehrere Lhug zu einer Gruppe, einem Clan zusammen, so werden sie per Kampf und dem Gesetz des Stärkeren untereinander auf brutale Art und Weise einen Anführer bestimmen. Die Clan-Leitung. 
Dieser Lhug ist damit auf Lebenszeit oder bis er von einem anderen Lhug wieder herausgefordert wird dazu berechtigt, im Sinne des Clanwohls und seiner Leute zu entscheiden. Die Clan-Leitung ist verantwortlich für das Leben der verbleibenden Lhug und deren Zukunft. Eine Position mit großer Verantwortung, aber ebenso großem Ansehen innerhalb ihrer Art.
Ein Clan wird sich immer am gleichen Ort niederlassen und dort gemeinsam leben. Geht das Futter jedoch zu Neige, werden sie weiterziehen. Je nach Größe des Clans jagen sie alle gemeinsam oder es werden ein paar Lhug ausgewählt, die für die Versorgung des Clans zuständig sind.
Hiervon ausgenommen sind schwangere, alte und kranke Lhug. Auch die Kinder werden früh mitgenommen, auch wenn sie zu Beginn nur zuschauen werden.

Nahrung

Hier unterscheiden sich die Lhug nicht wirklich von den großen Reptilien der Welt (Alligatoren, Warane und Krokodile). Sie ernähren diese sich im Allgemeinen von allem, was ihnen vor die Schnauze kommt. Fisch, Wild, Zuchtvieh, oder Tierwandler, die nicht als eine Person zu erkennen sind. Wenn die Zeiten ganz schlecht sind, müssen auch denkende Wesen dran glauben. Menschenfleisch ist ihnen also keinesfalls ein Fremdgeschmack. Manche kauen auch ewig lang auf Kräutern, Wurzeln und anderen Pflanzen herum. Aber auch nur, um die Verdauung auf natürlichem Wege anzuregen. Denn gerade bei Tage müssen sie ungewöhnlich viel Nahrung zu sich nehmen. Dies liegt an ihrem Metabolismus, der unter der Wärme der Tagessonne erheblich schneller abläuft.
Setzt man ihnen allerdings nur Gemüse und Obst vor, also eine vegetarische oder gar vegane Ernährung, so versteht ein Lhug dies als Beleidigung seiner selbst und seiner Art. Das führt dann zu Wutausbrüchen und Gräuel. 
Am liebsten trinken sie selbstverständlich Wasser. Aber seitdem sie wieder Teil der Zivilisation geworden sind, kamen mehr und mehr auf den Geschmack von verschiedensten Weinen. Zwar könnten die Lhug auch Pflanzen essen, allerdings wäre es mehr als nur ineffektiv. So würde ein Lhug beim Kauen und Verarbeiten pflanzlicher Nahrung mehr Energie verbrauchen, als diese überhaupt bieten würde. Daher beläuft sich ihre Diät strikt auf Fleisch und Fisch.

Alter

Die Lhug altern äußerlich ab ihrem 22. Lebensjahr nicht mehr sonderlich. Ihr leichter Knochenpanzer wird sich in Form und Farbe nur leicht verändern. Je älter sie werden, desto mehr verdunkelt sich jener. Je nach Lebensstil, kann ein Lhug bis zu 270 Jahre alt werden, die meisten aber erliegen dem Alter bereits in einem Alter von ca.245 Jahren. Dass sie zudem noch Räuber sind, steigert die Lebenserwartung natürlich nicht sonderlich.

Fortpflanzung

Die Lhug sind reptiloid, was sie aber jedoch von ihren tierischen Artgenossen unterscheidet ist, dass sie keine Eier legen, sondern das Kind wie ein Säugetier, in sich tragen. Demnach pflanzen sie sich auch ebenso fort wie eben jene es tun würden. Eine Schwangerschaft dauert in etwa 9 Monate. Jedoch ist es aufgrund der Umstellung der Fortpflanzungsweise, sehr selten, dass sie wirklich schwanger werden. Dies führt dazu, dass eine weibliche Lhug in der Regel nur ein Mal in ihrem Leben gebären wird. Sollte es dann aber doch dazu kommen, werden immer mindestens 2 Kinder, aber maximal 4 geboren. Dies liegt an der veränderten Anatomie, da sie nicht mehr viele Eier legen, sondern im Vergleich wenige in sich tragen können. Die immense Veränderung der Anatomie der Lhug führt dazu, dass die Geburt eines Kindes manchmal auch 2 Tage dauern kann, da es ein sehr schmerzhafter und langsamer Prozess ist. Die Überlebenschancen der Mutter sind daher ohne Hilfe nicht sehr hoch und belaufen sich auf 30% (60% mit Geburtshilfe). Trotz der recht hohen Geburtenrate, im Vergleich zu Menschen ist die Anzahl der Lhug gering. Grund dafür sind ihre Lebensumstände. Sie sind Jäger und der Stärkere wird siegen, wodurch nicht alle das Erwachsenenalter erreichen.
Ausgewachsen sind sie im Alter von 22 Jahren und geschlechtsreif sind sie mit 18 Jahren.


Wenn sich ein Lhug mit einer anderen Rasse paart, passieren zwei Dinge. Ist die Mutter ein Lhug, dann werden in den meisten Fällen der Knochenpanzer und sichtlich spitzere Zähne vererbt. In einigen Fällen ist das Gebiss im Allgemeinen deutlich stabiler. Ist der Vater ein Lhug, so werden dem Nachwuchs in der Regel der Schwanz und und die Schwimmhäute vererbt die das Bewegen im Wasser erheblich erleichtern. Paaren können sich die Lhug allerdings nur mit Menschen, Zwergen und Elfen.

Geschichte & Kultur

Die Geschichte der Lhug ist eine lange. Sie sind eine Rasse, welche diese Welt schon seit langer Zeit bewohnt. Seit dem Tag, an dem sie sich von den gewöhnlichen Krokodilen und Alligatoren abspalten. Wie es dazu kam, ist in der Zeit verloren gegangen und wird wohl nie wieder zu erklären sein. Aber die Ersten der Lhug lebten noch einige Generationen so wie ihre tierischen Verwandten. Im Sumpf, in Flüssen, in Seen und einige wenige auch im Meer. Demnach hatten sie bereits zum Beginn ihrer Geschichte gute Grundlagen ein großer Teil der kommenden Zivilisationen zu werden. Doch dazu kam es nie.
Doch die wahre Geschichte ist, dass mit der Zeit ein paar Krokodile nicht nur die Fähigkeit zu sprechen, sondern auch zu gehen entwickelt haben. Gerade ersteres war bei den frühen Generationen sehr primitiv. Hierbei entwickelte sich die Sprache ähnlich zu den Menschen. Sie begannen mit leichten Lauten. Grunzen, Stöhnen, Schmatzen, mehr konnten sie damals nicht fabrizieren.
Viel interessanter war die Fähigkeit, auf zwei Beinen gehen zu können. So wagten sich diese Wesen an Land und schnell wurde klar, dass dadurch ganz neue Jagdgründe und Nahrungsquellen auftraten. Fleisch, welches sie zuvor nie probieren konnten, war auf einmal frei zugänglich.
Nach und nach spalteten sich diese Krokodile und Alligatoren von ihren Artgenossen ab. Durch die primitiven Laute entstand irgendwann auch einer, der später dann zu ihrem aktuellen Artnamen wurde. “Lhug”.
Anfänglich waren die Lhug wesentlich weniger scheu, als sie es heute sind. Sie gingen in größeren Gruppen in die Städte und nahmen an dem dortigen Leben teil. Allerdings lernten die anderen Rassen schnell, wie nützlich doch solch ein Knochenpanzer und scharfe, spitze Zähne sind. Deshalb wurden die Lhug zu Gejagten. Die zu der Zeit noch recht primitiven Gruppen anderer Rassen, töteten viele Lhug, um sich eben an jenem Panzer und den Zähnen zu bereichern. Über die Jahre kam es dadurch dazu, dass die Anzahl der in Aegorin lebenden Lhug tot war. Entweder getötet oder auf der Flucht umgekommen.
In diesen Zeiten entwickelte sich auch das Clan-Verhalten unter den Lhug erstmals. Sie sahen darin den einzigen Weg sich und ihre Artgenossen schützen zu können, da eine Gruppe bekanntlicher Weise stärker ist als ein einzelnes Individuum. Der Clan-Leiter wurde in dem Rahmen, wie er heute existiert, das erste mal in etwa 4 Jahre nachdem die Lhug sich in Clans zurückzogen, offiziell bestimmt und in Malereien, sowie Volksmund festgehalten.


Durch diese isolierte Lebensweise erreichten die Lhug die Kunst des Schreibens auch erst vor knapp 400 Jahren. Doch aufgrund der grundlegenden Intelligenz der Rasse lernten sie schnell, gut mit Wörtern umzugehen und holten den verlorenen Fortschritt vergleichsweise schnell wieder auf. Das war auch die Zeit, in welcher sich vereinzelte Lhug wieder hinaus in die große, offene Welt wagten und sich unter Andere als ihre Artgenossen begaben. Die Clans blieben zwar bestehen, doch hin und wieder traf man auch Lhug in Städten und Dörfern an. Aber stets nur in der Nähe von Wasser. 
Durch diese nun neue Lebensweise veränderte sich auch die Weltansicht der Lhug. Sie entwickelten klare Schulen, wie sich einer ihrer Art in der Gesellschaft zu verhalten hat. So lernt ein Kind bei ihnen sehr früh, dass der Jagdinstinkt zwar überlebenswichtig ist, er allerdings unter anderen Wesen nicht förderlich ist. Sollten die Lhug sich nämlich wieder einen allgemein schlechten Ruf erarbeiten, laufen sie Gefahr, dass sich die Geschichte wiederholt und sie erneut gejagt werden. Auch wird den Kindern beigebracht, wie sie am besten jagen und wie sie ihre natürliche Kraft und Anatomie in einem Kampf nutzen können. Auch wenn sie sich nun deutlich mehr zurückhalten, sind die Lhug immer noch ein stolzes Volk, welches viel Wert auf das Können im Kampf und das Wissen über die Welt legt. 
Mit diesen neuen Methoden, legten sich die Lhug unwillkürlich auch auf einige bevorzugte Waffen fest. Mit Dolch, Bögen und anderen Feinheiten kann ein Wesen ihrer Masse und Größe nicht viel anfangen. Stattdessen bevorzugen die meisten den Umgang mit dem Speer, einem Breitschwert, oder sogar Axt und Hammer. Diese Art des Kampfes lehren sie innerhalb der Clans auch in regelrechten Schulen. 
Doch liegt es bei dem jungen Lhug, sich zu entscheiden. Alle bekommen in jungem Alter und später nochmal die Wahl, ob sie sich auf die Kunst des Heilens, des Kämpfens oder der Wissenschaft fokussieren wollen.


Ein Problem, was die Lhug bis heute immer noch verfolgt ist, dass man sie für blutrünstige und gefährliche Kreaturen hält. Ständig werden sie aufgrund ihres Aussehens und ihrer Größe verurteilt und ihre zurückhaltende Art, als kaltes Abwarten auf den richtigen Moment zum Angriff abgetan. Die Vergangenheit der Lhug ist vielen kein Begriff mehr und wenn, dann nur als ein Mythos und ein Märchen. Keiner redet von der Jagd auf kleine Echsen, wo es doch in nicht allzu ferner Vergangenheit erst die Drachenkriege gab, in welchen die großen Echsen, die Drachen die Gejagten und Opfer waren.


Nach und nach nahmen die Lhug nun auch andere Wesen in ihre Clans auf und zogen sie auf, als seien sie die Ihren. An jene geben sie auch das Wissen weiter, was mit einer Rasse passiert, sollte man sie für ihre Merkmale jagen, da dies ein Schicksal ist, was in den Augen der Lhug keiner anderen Rasse jemals widerfahren darf. 
Heute also sind die Lhug eine der Zeit angepasste Rasse mit festen Grundwerten, welche ihnen von klein auf durch Eltern und Clan einverleibt werden. So kommt es auch, dass sie sich mehr und mehr daran versuchen, auch die großen Rollen oder zumindest nicht die eines Jägers, auszuüben.

Stärken & Schwächen

Stärken

Durch die Schwimmhäute an ihren Extremitäten, sind alle Lhug sehr flinke und gewandte Schwimmer, die sich auch beinahe lautlos im Wasser treiben können. Dies dann aber nur so schnell, wie die Strömung des Flusses. In stillen Gewässern ist es ihnen nicht möglich. Ihre Kiefer, deren Form und ihre Zähne, ermöglichen die Lhug dazu unfassbar stark zuzubeißen. Dabei wenden sie ausreichend Kraft auf, um erheblichen Schaden anzurichten. Aber zum brechen von Knochen wird ein treffender Biss nicht ganz reichen. Der Knochenpanzer, welchen sie ihre Haut nennen, ist sehr stabil und regeneriert sich langsam nach Beschädigung. Da es sich hierbei um Knochen handelt, dauert das Regenerieren einer Schuppe zwischen 4 und 6 Wochen. Je größer die Schuppe, desto länger. Hierbei wachsen sie einfach von innen und unten nach außen und oben nach. Damit können sie langsame Projektile und Hiebe mit leichten Waffen, wie Dolchen, Kurzschwertern oder leichten Beilen abwehren. Davon allerdings auch nur eine geringe Anzahl. Wir zwei Mal, mit guter Kraft, auf die gleiche Stelle geschlagen, so beginnt die dort sitzende Schuppe bereits zu bröckeln. Der dritte Hieb zerstört sie meistens dann vollkommen. Zudem sind die Lhug von Natur aus sehr starke Wesen. Ein ausgewachsener Lhug besitzt die Fähigkeit, das 1,5 fache seines Körpergewichts zu heben. ((d.h. dass ein 150 kg. schwerer Lhug in etwa 200 kg heben kann))

Schwächen

So stark, wie ein Lhug auf den ersten Blick wirken mag, dient ihr Aussehen und ihr Auftreten größtenteils zur Ablenkung von ihren Schwächen. So mögen sie zwar einen starken Rücken haben, jedoch ist ihr Bauch und ihre “Unterseite” wesentlich weicher und bei weitem nicht so gut geschützt. Zudem ist dieser Bereich ohnehin sehr empfindlich, was sie davon abhält, jemals schwere Rüstung an diesen Stellen zu tragen. Genauer wäre es hier jedoch zu sagen, dass die Lhug im Allgemeinen keine Rüstung tragen können, da alles einfach nur zu sehr an der zarten Unterseite reiben würde.  Abgesehen davon, dass sie diese auch nicht benötigen und es kulturell verpönt ist, sich den Schwächen der Menschen anzugleichen.  Durch ihre lange Schnauze und die Position ihrer Augen können sie zwar recht weit um sich herum sehen, aber nicht so gut direkt vor sich nach unten, ohne dafür den Kopf zu senken. Sie haben so gesehen einen toten Winkel direkt unter ihrer Nase. Was manch einem Lhug auch zum Verhängnis fällt, ist der erheblich beschleunigte Metabolismus am Tage, da sie dann mehr Energie aufwenden müssen nicht zu ersticken und zu verglühen unter dem dicken Panzer. Ihr Panzer mag zwar Hiebe von ihrem weichen Unterbau abhalten, doch Stiche können, sofern sie richtig platziert sind und eine der Knochenschuppen nicht direkt in der Mitte treffen, einfach zwischen diese rutschen und in die Haut eindringen. Der Panzer ist also vergleichbar mit einer gehärteten Lederrüstung, die sich langsam wieder regeneriert (Dauer siehe „Stärken“). Obwohl die Lhug sehr einschüchternd aussehen könnten, tut ihre Stimme ihnen keinen sonderlichen gefallen. Die Lhug leiden an einem Sprachfehler. Man könnte es als eine Mischung aus Lispeln und einem Mund voller Essen betiteln. So sind “S”, “SCH” und “CH”-Laute länger gezogen und alles andere klingt etwas dumpf und schlicht seltsam. Auch ihre etwas kürzeren Beine sind nicht ihre besten Freunde. Zwar können sie unfassbar explosiv kurze Strecken springen, aber das war es auch schon wieder. Im normalen Gang oder beim Laufen sind sie langsamer als ein Mensch. Nicht zu vergessen ist hier, dass die Lhug sehr viel essen müssen. Nicht nur ist ihr Stoffwechsel ohnehin schneller, wenn sie ihre Masse bewegen, verbraucht das auch eine ganze Menge Energie.

Beitritt

Nach Absprache mit Tamos

Geschrieben von Tamos

Updated on 25. November 2022