(II) Funkentänzer

Funkentänzer

Schwierigkeit: Mittel

Darf von einem Spieler, der 2 Wochen auf Aegorin gespielt hat, ausgespielt werden.

Aussehen

Auf den ersten Blick sehen die Funkentänzer aus wie kleine, schwebende, sich von Geisterhand bewegende Flammen. Immerwährend scheinen sie zu tanzen und vor allem aus größerer Entfernung sieht man oft nur tanzende Lichtchen in der Dunkelheit des Moores. Sollte man jedoch das Glück oder Unglück haben, eines von ihnen aus der Nähe zu Gesicht bekommen, dann offenbart sich einem der Anblick eines kleinen Wesens, welches Ähnlichkeit zu einer Fee oder einem Wichtel aufweist. Ihr Körper jedoch besteht komplett aus immer flackernden Flammen, die ständig in Bewegung scheinen. Mal werden die Flammen kürzer, mal länger, wie auch bei einem Lagerfeuer, doch übersteigt ihre Größe selten die 15 cm. Da sie oft in Gruppen auftreten, sehen sie gesammelt auch manches Mal aus wie ein größerer Feuerball, der viele kleinere Fünkchen absondert. 

Wesen

Die Funkentänzer sind neugierige, aufmerksame und stets aktive Wesen. Trotz einiger simpler Rituale, weisen sie dennoch keine Intelligenz auf, die an eine humanoide herankommen könnte. Auch zeigen sie keine Anzeichen für ein Verständnis für Wesen anderer Art. Vielmehr beweist sich immer wieder, dass den Funkentänzern jegliches intelligentes Leben zum Opfer fallen kann. Genau, weil der erste Anblick dieser Wesen es nicht erwarten lässt. Der zweite Blick täuscht allerdings auch häufig, denn anders als gedacht sind die Funkentänzer auch keine mutwillig bösen Kreaturen, sondern vielmehr darauf hinaus zu überleben. Für das Empfinden von Empathie fehlt ihnen nun mal das menschliche Verständnis.

Lebensraum und Häufigkeit

Bevorzugt leben die Funkentänzer in Mooren und Sümpfen, doch auch in dichten Wäldern mag man sie schon gesichtet haben wollen. Die Funkentänzer sind Einzelgänger. Vereinzelt berichten jene, die ihnen zum Opfer fielen, sie hätten einen Feuertornado gesehen, der beim näheren Betrachten aussah, wie ein Schwarm der kleinen Wesen. Jedoch wird es sich hierbei nur um Übertreibungen handeln, welche die eigene Ehre retten sollen.

Meistens sprach man von einem, von einer Katastrophe, gezeichneten Ort. Ein Moor, aus welchem die Wenigsten wieder auftauchen oder gar ein Baum, gezeichnet durch einen Blitzeinschlag. Eben an solchen Orten wird man die Funkentänzer finden. Erkennbar sind sie auch daran, dass im Winter der Schnee um jene nicht liegen bleibt. Die natürliche Wärme der Wesen lässt ihn meist sofort wieder schmelzen, wenn sie sich dort aufhalten.

Niemand ist sich wirklich sicher darüber, wie häufig die Funkentänzer tatsächlich sind. Dies liegt zum einen daran, dass nicht alle davon berichten können und zum anderen daran, dass die Funkentänzer oftmals auch einfach als Halluzinationen abgetan werden.

Nahrung

Die Hauptnahrung der Funkentänzer sind Tränen. Hierbei ist es unwichtig, ob es Freudentränen, Tränen der Angst oder gar Tränen der Trauer sind. 

Oft locken die Funkentänzer Reisende zu ihrem Hort, wo sie versuchen, ihnen Tränen mithilfe ihrer Tänze zu entlocken. Leider verstehen sie nicht, dass sie die Reisenden damit verängstigen und die Tränen nicht der Freude herrühren. Wenn ihr “Opfer” dann zu weinen beginnt, schöpfen die Funkentänzer diese in kleinen Gefäßen oder Blättern ab, um sie zu trinken.

Besonderheiten

Wichtig ist, dass auch wenn im Volksmunde das Gegenteil umgeht, die Funkentänzer keineswegs bösartig sind. Vielmehr sind sie unüberlegt und hastig mit ihrem Handeln. Denn ihre “Opfer” verenden nicht an den Funkentänzern selbst, sondern an ihrer Angst, oder an den Orten, an welchen sie auf die Funkentänzer treffen könnten. Im Moor oder unter einem Baum, der öfter von einem Blitz getroffen wird. So finden die Meisten ihr Ende erst, nachdem ein Funkentänzer sein Mahl zu sich genommen hat und nicht währenddessen.

Hin und wieder scheinen die Wesen ihren Zielen auch Wertgegenstände entlocken zu wollen, oder anderes, was einen Pfad hinterlassen könnte, damit man den Weg des “Opfers” nachvollziehen könnte. Leider legen sie diese Wege nicht immer an den richtigen Ort, diese verlaufen sich oft genug im Nichts.

Trotz ihrer unvergleichlichen Neugierde halten sich die Funkentänzer von Menschen in der Regel von humanoiden Wesen fern. Es sei denn, sie haben Hunger. Dabei kommunizieren und signalisieren sie über ihre Gestik, einen Feuertanz, das Summen leiser Melodien oder auch Quieklaute. Diese Geräusche sind es, welche das Ziel zumeist auch in die Irre führen.

Zähmbarkeit

Einen Funkentänzer zu zähmen, wäre ein vergebliches Unterfangen. Solch besondere und eigenwillige Wesen werden unter keinen Umständen jemals ihre Lebensweise und ihr Verhalten verändern, geschweige denn abändern. Das Überleben steht für sie stets an höchster Stelle und so führt es früher oder später zum Tode jener, die sich mit Funkentänzern umgeben. Dies liegt daran, dass die Menge an Angst, welche eine Person bei größeren Gruppen und Ansammlungen von Funkentänzern, verspüren würde, mit der Zeit zu viel für jeden Geiste wird. Verendet man nicht an der Irreführung der Tänzer, verliert man den Verstand.

Geschichten und Mythen

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Geschrieben von Abby