(III) Kahrsaki / Königsgold

Kahrsaki / Königsgold

Schwierigkeit: Schwer

Darf von einem Spieler, der 2 Wochen auf Aegorin gespielt hat, ausgespielt werden. Will man einen Kahrsaki als Haustier halten, wird ein Antrag benötigt.

Aussehen

Kahrsaki sind meist weiße bis graue, selten auch dunkelgraue bis schwarze Greifvögel, deren Gefieder immer von golden erscheinenden Fasern durchzogen wird. Diese Fasern wechseln sich in den Federn mit der natürlichen Farbe des Vogels ab. Hält man die Feder eines Kahrsakis ins Sonnenlicht, reflektieren die goldenen Fasern und es wirkt fast so, als würde die Feder leuchten. Ein Kahrsaki-Männchen kann eine Höhe von 145cm erreichen. Die Flügelspannweite beträgt oftmals etwas über 300cm. Weibchen sind mit ca. 120-130cm Höhe und einer Spannweite von 280cm etwas kleiner. Kahrsaki erkennt man vor allem an ihren vier Flügeln, die Hauptflügel liegen mittig, die zwei deutlich kleineren Flügel darunter. Diese sind meistens fürs Fliegen an sich weniger relevant, stabilisieren jedoch zusätzlich und helfen bei der Wendigkeit in der Luft. Zudem haben Kahrsaki-Männchen zwei dominantere, längere Schwanzfedern, die an der Spitze eine runde, meist augenartige Musterung haben. Diese dienen der Balz und können bis zu einem Meter lang werden. Ihr Schnabel ist meistens nach oben gekrümmt und das manchmal so stark, dass man es mit einem Horn auf dem Schnabel verwechseln könnte. Der Schnabel, sowie die Krallen und Beine sind meistens dunkel bis schwarz. Kahrsaki sind zudem in der Lage, die Kopffedern kronenartig aufzurichten. Dies hilft den Vögeln bei der Kommunikation und Balz. Das und die goldenen Federn gaben den Vögeln im Volksmund den Namen „Königsgold“.

Wesen

Kahrsaki sind bekannt als treue, loyale Tiere. Ein Kahrsaki verlässt meist nach wenigen Wochen das Nest, dann lebt er bis zu seiner Prägung, die frühestens drei Monate nach dem Schlüpfen eintritt, allein. Sobald ein Kahrsaki sich in der Natur auf das andere Geschlecht, etwas seltener auch auf dasselbe, geprägt hat, bleibt dieses Paar lebenslang zusammen. Lebenslang ist dabei keine Übertreibung. Die Prägung eines Kahrsakis ist so stark, dass die Beziehung zu seinem Partner über den Tod hinaus anhält. Nicht selten sterben hinterbliebene Kahrsakis nach dem Tod ihres Partners. Dabei werden die Vögel apathisch, hungern sich selbst in den Tod oder verlieren im Flug die Motivation, mit den Flügeln zu schlagen. In seltenen Fällen schafft es ein Kahrsaki, eine gebrochene Bindung zu überleben. Dazu ist ein starker Anreiz nötig, oftmals etwas, das dem Tier oder seinem Partner sehr nahe steht/stand. Dies ist vor allem bei brütenden Kahrsaki ein Schutzmechanismus, um im Falle des Todes eines Elternteils dafür zu sorgen, dass das Zweite noch in der Lage ist, sich um diese zu kümmern. Sobald ein Kahrsaki einmal geprägt ist, schützt er diese Bindung mit seinem Leben.

Jedes Kahrsaki-Paar hat seine eigene Art zu kommunizieren, diese Art der Kommunikation kann nicht von Dritten erlernt werden und kann auf jeder Ebene stattfinden. Oftmals wirkt es bei besonders alten Paaren sogar so, als könnten die Vögel im Geiste kommunizieren. Daher verändert sich die Stimme jedes Kahrsakis nach der Prägung. Während junge, ungebundene Kahrsaki oft heiser und unbeholfen klingen, entwickelt sich nach der Bindung ein individueller Klang, den nur das Vogelpaar beherrscht. Manche bleiben dabei stumm, kommunizieren anderweitig, wieder andere imitieren Laute zur Verständigung, zwitschern oder kreischen. Die Bindung ist hierbei auch ein Prozess, denn Kahrsaki sind sehr langlebige Vögel. Einige Exemplare können bis zu 180 Jahre alt werden. Je länger ein Paar koexistiert, desto stärker ist die Bindung.

Lebensraum und Häufigkeit

Kahrsaki sind nicht sehr häufig anzutreffen. Dadurch, dass sie sich nur einmal prägen und mit diesem Partner ein Leben lang vereint sind, gibt es auch entsprechend nur wenig Nachwuchs. Ein Kahrsaki-Paar brütet höchstens drei Mal im Leben, dabei legt das Weibchen bis zu 3 Eier pro Nest. Kahrsaki leben meistens hoch in den Lüften, bevorzugt in Gebirgen, hohen Steilhängen oder metergroßen Bäumen. Diese Regionen bieten den Vögeln sowohl eine geschützte Lage, um zu brüten, als auch entsprechend geeignete Bedingungen für die Jagd.

Nahrung

Kahrsaki sind Fleischfresser. Ausgerüstet mit einem kräftigen Schnabel und starken Klauen, bekommen diese Vögel auch größere Beutetiere wie Ziegen oder Schafe mit Leichtigkeit in die Lüfte gerissen. Die reflektierenden Goldfasern im Gefieder helfen dabei, im Licht der Sonne unentdeckt zu kreisen und der Beute aufzulauern. So ist ein Kahrsaki im Sturzflug nicht nur durch die zunehmende Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h, sondern auch durch seine gute Tarnung im Licht der Sonne eine nicht zu unterschätzende Gefahr am Himmel. Jedoch sollten Menschen unbesorgt sein, fallen diese immerhin nicht in das Beuteschema eines Kahrsakis. Jedoch gibt es Gerüchte von kleineren Tierwandlern wie Fukashi, die in ihrer Fuchsform von einem solchen Wesen verschleppt wurden.

Besonderheiten

Um dem trauernden Tier seinen Sterbeprozess nach dem Verlust seines Partners zu erleichtern, haben die Tränen dieses Vogels eine besondere Wirkung. Kahrsaki weinen nur in besonderen Fällen der Trauer, meist in Bezug auf deren Partner. So weinen Kahrsaki nur nach dem Verlust ihres Partners oder um diesen bei besonderen Schmerzen zur Seite zu stehen. Die Tränen eines Kahrsakis wirken stark betäubend für Schmerz oder körperliche Gefühlsausdrücke, dabei reicht die bloße Berührung mit der Haut bereits aus. So helfen die Tränen dem trauernden Kahrsaki bei einem schmerzlosen Tod.

Zähmbarkeit

Um einen Kahrsaki zu zähmen, muss man diesen auf sich prägen. Das ist ein aufwendiger und schwieriger Prozess, der sich über 3 Monate zieht. Kahrsaki können sich auch auf andere Lebewesen wie Menschen prägen, dies ist jedoch nur in der Gefangenschaft möglich. Da Kahrsaki sich nicht als Paar in Gefangenschaft halten lassen, muss ein Ei aus einem wilden Nest geklaut werden. Dieser Schritt ist meist der Gefährlichste, da Kahrsaki ihr Nest bis zum Tod verteidigen können und werden. Sobald man dennoch an ein wildes Ei gelangt, ist das Ausbrüten an sich relativ einfach. Das Jungtier schlüpft nach ca. zwei Wochen. Das Ei sollte dabei immer warm gehalten und ab und zu gedreht werden. Beim Schlüpfen selbst braucht das Küken keine Hilfe – das schafft es allein. Der Prozess nach dem Schlüpfen wird dafür umso anstrengender. Die Person, auf die der Kahrsaki sich in 3 Monaten prägen soll, muss sich im Alleingang um das Tier kümmern. Der Kahrsaki darf dabei nicht im Kontakt zu gleichartigen Wesen stehen, es ist wichtig, dass dieser vollkommen isoliert von anderen Kahrsaki aufwächst.

Dadurch, dass Kahrsaki auf Dauer nicht dafür gerüstet sind alleine zu leben, treten ohne geeigneten Partner zur Prägung in Gefangenschaft schnell Verhaltensstörungen auf, die dafür sorgen, dass der junge Kahrsaki sich auf ein anderes Lebewesen außerhalb seiner eigenen Art prägt. Dies ist meistens die Person, die für den Kahrsaki bis zu diesem Zeitpunkt die stärkste Bezugsperson ist. Zu anderen Kahrsaki kann der Vogel danach keinerlei Bezug mehr aufbauen, für seine Bezugsperson würde er jedoch alles tun. Viele halten ihn daher als Schutzpatron. 

Geschichten und Mythen

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Geschrieben von Padfood_P