(II) Wasserhunde / Haihu

Haihu / Wasserhunde

Schwierigkeit: Mittel

Darf von einem Spieler, der 2 Wochen auf Aegorin gespielt hat, ausgespielt werden.

Aussehen

Zwar mag man diese kleinen Wesen als Wasserhunde betiteln, doch sind sie äußerlich in keinster Weise mit Hunden zu vergleichen. Der Name rührt mehr aus ihrer Verhaltensweise. Wie sehen sie also aus? Stellt euch ein Wesen vor, das zwischen 1,2 und 1,8 Metern lang wird. Der Kopf gleicht dem eines Wasserpferdes, jedoch mit einigen Zügen von einer Katze. An ihren recht zierlichen Köpfen sitzen zudem ihre angespitzten Ohren, welche sie, ähnlich wie einige Landlebewesen, in Richtung von aufkommenden Geräuschen drehen können. Zudem besitzen die Haihu kein Fell. Ihre Haut ist glatt und der Hals geschuppt. Farblich passen sie sich der Farbe des Gewässers an, in welchem sie leben. Somit ist alles von einem dunklen Blau, bis zu einem tiefen Grün dabei. Hin und wieder haben einige wenige Haihu auch violette Farbansätze. Lediglich der Körperbau der Haihu erinnert an die Hunde vom Land, denn sie besitzen vier Beine, dessen Pfoten mit vier kleinen Zehen versehen sind. Zwischen diesen Zehen lassen sich feine Schwimmhäute erkennen. Sie ermöglichen ihnen das Schwimmen mit Leichtigkeit. Eine weitere Hilfe dabei ist ihr, für die Größe der Tiere, kräftiger Schwanz. An dessen Ende sitzt eine Flosse, um ihnen den nötigen Vortrieb im Wasser zu gewähren. Diese Flosse macht gut ein Drittel ihrer gesamten Körperlänge aus.

Wesen

Haihu besitzen meist einen sehr eigensinnigen und stolzen Charakter. Ihr Revier beschützen die Haihu hartnäckig. Die Einzelgänger legen einen großen Wert darauf, sich selbst und ihre Fähigkeiten immer wieder zu beweisen. Das schreckt sie nicht davon ab, sich auch mit viel stärkeren oder größeren Gegnern anzulegen und nicht locker zu lassen, bis einer der Kontrahenten aufgibt. Aggressivität legen die Haihu hier jedoch nur an den Tag, wenn ihr Gegner versucht, sie ernsthaft zu verletzen. Eine solche Herausforderung beginnt meist damit, dass die Haihu mit ihrer Schwanzflosse wie ein Wal auf die Wasseroberfläche schlagen, um damit den Gegner nass zu spitzen. Wer keine Lust auf mehr Nässe hat, kann sich bereits jetzt auf den Boden werfen, um dem Tier die eigene Unterlegenheit zu symbolisieren. Alle Anderen müssen sich auf eine große Wasserschlacht einstellen. Die Welpen der Haihu sind noch sehr verspielt und zutraulich. Den stolzen Charakter entwickeln sie ab dem dritten Lebensjahr. 

Lebensraum und Häufigkeit

Die Haihu findet man für gewöhnlich in Küstennähe oder in wärmeren Flüssen und Seen. Dort tritt am häufigsten der Kontakt zu diesen Wassertieren auf.  Die meisten Haihu leben jedoch in küstennahen Riffen. Sie sind vergleichbar mit den Kaninchen dieser Welt, wodurch sie nicht gerade selten sind. In der Wildnis haben die Haihu eine Lebenserwartung von ungefähr 10 Jahren. Leben sie als Begleiter eines Menschens, können sie bis zu 14 Jahre alt werden.

Nahrung

Die Haihu sind grundlegend Allesfresser. Doch bevorzugen sie es, Fische und andere Meeresfrüchte zu verzehren. Hin und wieder konsumieren sie auch Seegras und Algen, um ihren Magen zu reinigen. Gerne jagen sie auch Wasservögel wie Enten zur Belustigung.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten dieser cleveren Kerlchen zählt vor allem die Revierkämpfe der Haihu, welche ihnen im allgemeinen Sprachgebrauch auch den Namen Wasserhunde einbrachte. Wie ihr Pendant am Land, sind sie häufig sehr aktiv und brauchen viel Bewegung, weswegen sie am Tag meist weite Strecken zurücklegen. Hierbei begeben sich Haihu jedoch nicht auf eine lange Reise. Viel eher patrouillieren die Tiere in ihrem Revier auf mögliche Eindringlinge. In Flüssen wandern die Wasserhunde in ihrem Revier somit meist auf und ab, während sie in Seen oder in der Nähe von Riffen eine Kreisbewegung am Ufer entlang vollziehen. Um ihr Revier als das Eigene zu kennzeichnen, vergraben die Haihu im lehmigen Sandboden in regelmäßigen Abständen ihre Schuppen. Der besondere Geruch der Schuppe zeigt anderen Hailu, welche auf der Suche nach einem neuen Revier sind, dass dieser Ort bereits belegt ist. Nicht selten hält diese Warnung den Eindringlich jedoch nicht davon ab, dem Geruch der Schuppe zu folgen, diese auszugraben und durch eine eigene zu ersetzen. Was folgt ist ein Revierkampf, welcher sich über viele Monate ziehen kann, da die Schuppen der beiden Rivalen immer wieder ein und ausgebuddelt werden.

Zähmbarkeit

Die Haihu können trotz ihres draufgängerischen Charakters durchaus treue und gern gesehene Begleiter werden. Hierzu ist es jedoch nötig, sich den Respekt des Tieres zu erarbeiten. Dies kann zum Beispiel dadurch gelingen, in dem man den Haihu in einem von ihm provozieren Duell bezwingt oder dem Tier bei einem solchen hilft. Bei noch sehr jungen Haihu sind die Hürden noch nicht so hoch. Hier kann es schon reichen, dass man dem Wasserhund etwas Fisch vom Flussufer zuwirft. Das führt jedoch schnell einen stark nach Essen bettelnden Hund, dessen einziges Ziel es ist, etwas zu futtern zu bekommen. Haihu, deren Respekt man erlangt hat, ohne sie zu verhätscheln, können durchaus treue Begleiter werden und auf der Jagd nach Fischen helfen. Meist gelingt dieses Kunststück jedoch nur Wasserwesen, da die Haihu höchstens eine Stunde am Land überleben können. Ein guter Haihubesitzer kann am Wedeln der Schwanzflosse genau erkennen, wie es seinem Wasserhund gerade geht. 

(Keine Anmeldung als Haustier nötig, Hinweis zum Ausspielen: Stärke- und Intelligenztechnisch sind die Haihu mit normalen Hunden zu vergleichen und müssen auch so ausgespielt werden. Mehr als ein “Sitz”, “Platz”, “bleib” oder “Fass” können sie nicht lernen.) 

Geschichten und Mythen

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Geschrieben von Tamos