(II) Triade (Wale)

Triade

Schwierigkeit: Mittel

Darf von einem Spieler, der 2 Wochen auf Aegorin gespielt hat, ausgespielt werden.

Aussehen

Schwimmt man über einer Triade, sehen diese aus wie der Kopf eines geschwungenen Dreizacks. Begegnet man ihnen jedoch von vorne, merkt man schnell, dass sie flach wie ein Rochen sind. Die Ausnahme bilden hier die auffächerungsartigen Rückenflossen, welche nach hinten hin an einer langen, dünnen Schwanzflosse münden. Die Brustflossen sind sehr groß und flach. Sie bilden die äußeren Zacken des Dreizacks von oben. Die Afterflossen fallen dafür deutlich kleiner aus, auch wenn sie dieselbe Form haben. Triaden werden gigantisch. Die Männchen werden bis zu 3 Meter lang, während Weibchen um die 2,5 Meter erreichen. Sie besitzen 4 Augenpaare, welche ihnen fast einen 360 Grad Blick ermöglichen, mit Ausnahme eines Toten Winkels direkt über und unter ihnen. Ihr Maul ist riesig. Wenn sie es aufklappen, könnte dort problemlos ein Mensch hineinpassen. Dafür besitzen sie keine Zähne. Die Haut der Triaden ist glatt und ungeschuppt, dafür aber auch ziemlich dick. Es braucht schon ein paar kräftige Zähne oder eine gute Harpune, um so ein Tier zu erlegen. Ein halbstarker Schwung mit einem Dreizack würde dafür wohl kaum ausreichen und lediglich ein paar Kratzer verursachen. Die Haut ist am Bauch am dünnsten. Dort könnte man am ehesten etwas ausrichten. Meistens halten sie sich in dunklen Blautönen. Gestreifte Muster, ähnlich wie die eines Tigers, fallen dafür heller aus. Je schneller eine Triade schwimmt, desto heller leuchten diese Streifen. Ruht die Triade, verblassen sie regelrecht. 

Wesen

Triaden ruhen gerne in dem Wissen, den meisten Wasserlebewesen überlegen zu sein. So kann man sie leicht als ruhige und anmutige Jäger beschreiben. Sie lassen sich nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Wenn es jedoch zu einem Kampf kommt, sind sie umso gewissenloser. Vor allem trächtige Weibchen können schneller mal ausarten und aggressiv gegen eine potentielle Bedrohung vorgehen. Triaden sind Einzelgänger, sie schließen sich lediglich zur Paarungszeit kurz mit einem Partner zusammen, nur um dann wieder getrennte Wege zu gehen. Sonst sind sie recht simpel gestrickt. Wenn sie nicht gerade jagen oder ohne großes Ziel durch die Ozeane schwimmen, vergraben sie sich auch gerne mal am Boden des Sees unter Sand, um zu schlafen. Triaden haben vor allem nach großen Strecken, die sie überbrücken mussten, einen ausgewogenen Schlaf. So schlafen manche von ihnen vergraben im Sand über Wochen. Jene, die sich nicht richtig eingegraben haben, werden dann nicht selten an Land gespült, aber selbst dann schlafen sie seelenruhig weiter, bis ihre Energie wieder hergestellt wurde. Nur sollte man in dieser Zeit unter keinen Umständen ihre Zacken am Rücken berühren. Ein Schutzreflex lässt sie dadurch sofort aufwachen und das.. mögen sie überhaupt nicht. In diesem Fall sollte man besser schneller schwimmen, sonst endet man ohne Weiteres in ihrem Magen. 

Lebensraum und Häufigkeit

Triaden lassen sich selten in der Nähe vom Festland blicken, wenn sie nicht gerade angespült werden. Sie leben in den weitläufigen offenen Ozeanen, dort wo sonst selten ein anderes Wesen zu finden ist. Triaden können unglaubliche Strecken in kürzester Zeit zurücklegen und sind daher selten am selben Ort aufzufinden. Jedoch sind sie auch ein seltener Anblick geworden. Triaden wurden nicht selten von Fischern gejagt und fast bis zur Ausrottung verfolgt. Ein Grund auch, warum sie Schiffe meiden und selten am selben Ort verweilen. 

Nahrung

Triaden jagen alles, was in ihr Maul passt. Dafür erschaffen sie kleine Strudel beim Einatmen, die mit einem mächtigen Sog alles in 3 Metern Entfernung in ihren Schlund ziehen. Triaden gehen nicht gerade wählerisch vor. Da sie recht entspannte Jäger sind, nehmen sie das Nächstbeste, das ihnen vor das Maul schwimmt. Doch zum Leidwesen dieser Wesen, sind Triaden nicht die Spitze der Nahrungskette. Seit jeher haben es Menschen sich zur Aufgabe gemacht, diese Kreaturen aufgrund ihres Fleisches zu jagen, welches im ganzen Land als teure Delikatesse gilt. Es ist zart, saftig, geschmackvoll wie selten ein anderes Fleisch und nur eine Triade reicht aus, um 3 Familien über ein Wochenende zu ernähren, wenn nicht sogar länger, denn aus irgendeinem Grund verwest dieses Fleisch nicht. Es bleibt haltbar, als würden die Triaden selbst nach ihrem Tod nicht altern. 

Besonderheiten

Wenn Triaden freie Bahn haben, erschaffen sie zur Fortbewegung große Strömungskanäle, welche sie in wenigen Minuten bis zu 200 Meter weit tragen können. Sollte man versehentlich in einen dieser Kanäle geraten, gibt es kein Entrinnen. Man wird wohl oder übel warten müssen, bis der Kanal endet und man irgendwo wieder ausgespuckt wird. Zudem sollte man sich nicht an ihren Rückenzacken stechen. Das Gift, welches mit einem Stich verbunden ist, ist zwar keinesfalls tödlich oder auf längere Dauer schädlich, jedoch lässt es einen ohne große Handlungszeit an die Wasseroberfläche treiben wie einen Ballon, der mit Helium gefüllt wurde. Dort wird es einem in den nächsten Minuten nicht möglich sein, wieder abzutauchen. Man hängt einfach an der Wasseroberfläche. Hierbei spielt es keine Rolle, wie groß man ist oder welcher Art man angehört, jedoch kann die Dauer dieses Zustands variieren. Dabei kommt es darauf an, wie groß man ist. Eine kleine Person kann, anders als ein Ork oder alles, was dem überwiegt, sicher bis zu einer halben bis einer Stunde dort halten. Ein Drache wäre in seiner natürlichen Form sicher nur wenige Minuten betroffen. Dennoch bietet es der Triade genug Zeit, um zu fliehen und mit dem nächsten Strömungskanal zu verschwinden. Nach so einer Reise brauchen sie dennoch meistens viel Ruhe. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie sich im nächsten Moment an einem sicheren Ort vergraben und dort die nächsten Wochen ausharren, um zu schlafen. 

Zähmbarkeit

Triaden sind vieles, aber vor allem stur. Sie von ihrem Kurs abzubringen ist unmöglich. Ebenso ihnen etwas beizubringen oder sie zu zähmen. Wenn man sich jedoch lange genug mit einer Triade auseinandersetzt, können einem Muster auffallen. So könnte man in seltenen Fällen gezielt eine der Reiserouten der Triaden aufgreifen. Jedoch sollte man dabei äußerst vorsichtig sein. Durch die jahrelange Jagd sind sie auch äußerst misstrauisch gegenüber menschlichen Wesen. 

Geschichten/Mythen

Die hunderte Meter langen Strudel, welche die Triaden zur schnellen Fortbewegung nutzen, sehen nahe der Wasseroberfläche nicht selten aus wie mächtige Seeschlangen, die ihre Wege durch den Ozean ziehen. Oft hatten Seefahrer Angst, diesen Strudeln zu nahe zu kommen oder ihnen zu folgen. Es hieß, dass die Seeschlangen das Ende der Welt markierten, ein Abgrund, der jedes Schiff verschlang. Andere Legenden besagen, die Seeschlange würde von Monstern der Tiefe verfolgt werden. Mächtige Kraken oder die Triaden selbst seien lediglich ihre Begleiter. Mittlerweile ist man den großen Strudeln eher aufgeschlossener. Es heißt, am Ende der Kanäle befinden sich große Jagdgründe und mehr Fisch als man fangen kann. Jedoch sei diese Route stets mit einem Fluch verbunden. Fischer, die sich von den Kanälen zu reichen Jagdgründen leiten lassen, verkaufen ihre Seelen an die See und werden beim ersten Fuße, den sie auf Land setzen, vom ewigen Pech verfolgt sein. Nur die See wird ihnen noch Glück bescheren. Viele verloren sich in diesem Glauben. Oftmals blieben sie ihre Lebtage auf See und traten nur selten an Land, um ihrem Pech zu entgehen.

Geschrieben von Padfoot_P

Spielerwerke

Künstler*in: Valaron
Updated on 18. August 2024