(II) Hanjaru

Hanjaru

Schwierigkeit: Mittel

Darf von einem Spieler, der 2 Wochen auf Aegorin gespielt hat, ausgespielt werden.

Aussehen

Die Hanjaru sind sehr kleine Spinnen, welche zu der Unterart der Springspinnen gehören. Sie sind gerade einmal so groß, dass sie perfekt auf den Daumen eines Erwachsenen passen. Die Männchen sind mit einer Länge von 2-3 cm eher kleiner als die Weibchen, welche 3-4 cm breit werden. Sollte man mit dem Auge nahe genug an diese kleinen Spinnen herankommen, dürfte einem wohl die fast verblüffende Schönheit dieser auffallen. An den 4 kleinen Augen, von denen die zwei mittleren Augen knapp doppelt so groß sind wie die zwei äußeren, kann man eine Art von Wimpern erkennen. Die dünnen Spinnenbeine sind allesamt Vorderkörper verordnet, welcher am seitlich hinteren Ende noch einmal zwei Augen besitzt. Diese zwei speziellen Augen sind genau so groß wie die äußeren Augen an der Vorderseite des Vorderkörpers. Die 8 Beine und der Hauptteil des Vorderkörpers sind braun und mit kleinen weißen Härchen übersät. Lediglich an der Oberseite besitzen die Härchen einen orangefarbenen Ton. Wesen mit einer ausgeprägten Fantasie könnten darin eine Frisur erkennen. Gut zu erkennen sind die ebenfalls mit diesen Härchen besetzten Beißwerkzeuge der Spinne.

Nun kommt man jedoch zu dem spannenden Teil dieses kleinen Wesens, dem Hinterteil. Dieses nimmt den meisten Platz des Körpers ein. In diesem sind vor allem die Organe der Spinne zu finden. Unter anderem der Magen, welcher das spezielle Gift der Spinne produziert. Versteckt ist der Hinterleib von einer hautähnlichen Schicht, welche von der Spinne aufgestellt werden kann, um größer zu wirken. Allein diese hautähnliche Schicht ist schon bemerkenswert, denn es besitzt ein Muster, welches sich von Hanjaru zu Hanjaru unterscheidet. Die Farbmischungen unterschiedlichster, fast schon mystischer Art lassen diese Hautschicht wie eine kleine Galaxie wirken, in welcher man sich verlieren möchte. Das eigentliche Hinterteil des Körpers unter der Schicht ist im Vergleich zum Rest des Körpers ziemlich langweilig und ist samt der Härchen dunkelbraun gehalten. Für diejenigen, welche keine Spinnenphobie besitzen, wirken diese kleinen Krabbler eher niedlich als gefährlich.

Wesen

Anders als andere Spinnen spinnen die Hanjaru keine Spinnennetze, sondern gehen auf die Jagd. Hierfür nutzen sie vor allem ihr Gift, welches sie ihren Opfern durch die Beißwerkzeuge injiziert. Da die Herstellung des Giftes viele Nährstoffe und viel Kraft verbraucht, sind sie immer auf der Suche nach ihrem nächsten Opfer und machen nicht viel anderes in ihrem kurzen Leben von maximal einem Jahr. Bei einem Angriff auf ein Tier springt der Hanjaru auf sein Opfer, um dieses dann mit den Beißwerkerzeugen das Gift zu verabreichen. Das Gift lässt das Opfer für einen kurzen Moment die Orientierung verlieren, wodurch die Spinne an diesem Festkrallen und mit ihren Beißwerzeugen langsam das Fleisch aus der Haut schneiden kann.

Die Jagd fällt meistens den Männchen zuteil, denn die Weibchen machen sich das Leben leicht. Diese verkriechen sich in einem passend großen, kühlen Loch und warten auf ein Männchen für die Paarung. So ist ein Männchen sein ganzes Leben nur auf der Suche nach einem Weibchen, um sich mit diesem fortzupflanzen und springt dabei von Nagetier zu Nagetier bis eines davon die Spinne zu einem Erdloch bringt, in welcher sich zufälligerweise ein Hanjaru Weibchen versteckt hat. Um ein Weibchen von sich zu überzeugen, nutzt das Männchen seine galaxiengefärbte Schicht über dem Hinterleib. Nach der Paarung legt das Weibchen an die 50 winzigen Eier und tötet das Männchen. Den Kadaver lässt es dann bei den Eiern liegen, ernährt sich jedoch nicht von diesem. Das Weibchen bleibt nun bei Eiern und Kadaver liegen, bis es selbst stirbt. Die Eier liegen nun dort für knapp 3 Tage, bis die kleinen Hanjaru Babys schlüpfen. Diese ernähren sich darauf von den Kadavern und den Schwächsten des Wurfes, um darauf ihre eigene Reise anzutreten welche exakt wie die der Eltern abläuft. 

Lebensraum und Häufigkeit

Der natürliche Lebensraum der Hanjaru sind kühle, feuchte Wälder, jedoch kann man sie auch in Feuchtgebieten, normalen Wäldern und stark bewachsenen Gebieten finden. Häufig sind diese kleinen Spinnen jedoch nicht anzutreffen, da sie meist aufgrund ihrer Größe und kurzen Lebensdauer kaum auffindbar sind. 

Nahrung

Spezielle Nahrung gibt es für die Hanjaru nicht, jedoch sind die bevorzugten Opfer für Angriffe immer kleinere Nagetiere wie Hamster, Kaninchen, Ratten und vor allem Mäuse. Hierbei schneiden sie immer nur kleine Stücke Fleisch aus der Haut der Nager, welche durch das injizierte Gift und ihrer dadurch entstehenden Verwirrung meist gar nichts davon mitbekommen. 

Besonderheiten

Das Gift der Hanjaru ist, wenn auch in abgeschwächter Wirkung, für humanoide Wesen wirksam. Sollte man eine Hanjaruspinne dazu bringen, dieses zu beißen in dem man sie (ähnlich wie bei Bienen) Angreift oder Provoziert, so kann es durch den Biss zu einem starken Schwindelgefühl und Orientierungslosigkeit kommen, sodass man für 2-3 Minuten nicht wirklich auf eigenen Beinen stehen kann. (Man kann nur für sich selbst entscheiden, ob eine Spinne dich beißt oder nicht. Kein anderer Spieler darf dies für dich entscheiden.) Hierfür muss dieses Gift jedoch von der Spinne direkt injiziert worden sein. Eine Trennung vom Spinnengift und dem Spinnenkörper ist nicht möglich. Menschen fressen tut die Spinne jedoch nicht. 

Zähmbarkeit

Die Hanjaru können nicht gezähmt oder gezüchtet werden. Dies verbietet allein ihre selbstzerstörerische Art in der Fortpflanzung, in welcher jedes Paar nur einen Wurf Eier legen kann und diese Kinder sich nicht mit sich selbst fortpflanzen wollen oder können. Jedoch kann man die Spinnen natürlich einfangen. Hier sollte man jedoch aufpassen, dass man nicht zwei Tiere in einem Glas oder einem Terrarium einsperren, da es sonst schnell dazu kommen kann, dass sich die beiden Spinnen sich gegenseitig umbringen. 

Geschichten und Mythen

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Geschrieben von Fox_Gamer2309