(I) Slinki (Faultiere)

Slinki

Schwierigkeit: Leicht

Jeder Spieler darf sie ausspielen.

Aussehen

Die Slinki sind, wenn es um das Aussehen geht, dem in den Tropen lebenden Faultier sehr nahe. Die langen Arme, die sie zum Klettern brauchen, sind bei beiden sehr ausgeprägt, ebenso sind die markanten Klauen der Slinki und der Faultiere fast identisch. Was die beiden voneinander unterscheidet ist die insgesamt eher dunkler ausfallende Farbpalette der Slinki, sowie der etwas größere Rückenpanzer, welcher von seiner Struktur aus vielen aneinanderliegenden hexagonalen Löchern, stark an eine Honigwabe erinnert und auch so genutzt wird. So findet sich in diesem Panzer immer ein kleiner Schwarm Bienen, welche dort ihren Bienenstock aufgebaut haben und Honig und Wachs produzieren. Aufgrund der dafür perfekten Beschaffenheit des Rückenpanzers geht dies auch deutlich effektiver und schneller als bei natürlichen Bienenstöcken. Die Slinki sind ungefähr 40 cm lang und wiegen um die 4 kg, was sie eigentlich recht transportabel macht. Sie haben eine leicht vorstehende Schnauze, welche meistens etwas feucht erscheint und kleine schwarze Knopfaugen. Seitlich am Kopf sind die Ohrlöcher angebracht, welche jedoch vom etwas härteren Fell überdeckt werden. Ihre Hinterbeine sind ungefähr halb so lang wie die Vorderbeine, jedoch sehr wichtig zum Klettern, weshalb auch diese sehr flexibel sind. 

Wesen

Slinki sind sehr friedvolle Wesen, welche weder die Chance, noch den Willen dazu hätten, jemandem zu schaden. Einem Slinki ist es egal, ob er alleine für sich auf der Welt ist oder sich unter vielen Wesen bewegt. Sorglos und vielleicht etwas dickköpfig ziehen diese gemächlichen Tiere ihr eigenes Ding durch und lassen sich nur selten von ihrer Tätigkeit abhalten. Seine Klauen benutzt ein Slinki nicht nur zum Klettern, sondern auch zur Nahrungsbeschaffung, indem er sich gemächlich über den eigenen Panzer kratzt und sich genüsslich den geernteten Honig von den Krallen schleckt. Etwas, was den Bienen nicht gerade gefällt und die deshalb immer wieder versuchen, ihren Stock zu verteidigen, meist jedoch relativ erfolglos, da ihre Stacheln nicht durch das feste Fell des Slinks dringen können. Für einen Kampf sind die Krallen aber nicht geeignet.

Slinki sind nicht nur geborene Kletterer, sie können sich auch mühelos Tage und Wochen an Dingen festhalten. Diese Fähigkeit nutzen die entdeckungsfreudigen Tiere gerne zur Fortbewegung. Hierfür lassen sie sich von einem Baum auf ein Lebewesen mit einer höheren Fortbewegungsgeschwindigkeit fallen und krallen sich an diesem fest. Sehr bevorzugt sind hier Rucksäcke von Wanderern, da hier die Slinkis aufgrund ihres geringen Gewichtes kaum auffallen. Dort bleiben sie so lange hängen, bis sie einen interessanten Ort gefunden haben oder entdeckt und mit Wasser vollgespritzt werden. Davor haben sie nämlich panische Angst. 

Lebensraum und Häufigkeit

Slinki leben eigentlich überall wo sie klettern können, was in freier Wildbahn natürlich der Wald ist. Da sie es lieber kühler mögen, sind sie deshalb meist in normalen Wäldern anzutreffen. Vereinzelt kann man durch die Wanderlust der Slinki sie jedoch auch in tropischen Gebieten antreffen. Im Schnee leben die Slinki nicht, da dort ihre Bienen nicht überleben können. Meistens leben Slinki hoch oben in Bäumen, da dort die Früchte, die sie essen, am schnellsten reif sind und sie am besten vor ihren Feinden geschützt sind. Das Slinki selbst steht zwar nicht auf der Speisekarte von Raubtieren, wohl aber der Panzer und die darin enthaltenen Bienen, welche gerne wegen dem Honig von Bären oder Hornissen attackiert sind. Während der Erntezeit wandern die Slinki den Baum nach unten, um immer neue Früchte für sich zu haben. Durch ihr eher sicheres Leben, was ohne viele Risiken wie z.B. Verletzungen einhergeht, erreichen die meisten Slinki ein ungefähres Alter von 50 Jahren, welches ihnen die Chance gibt, viele Nachkommen zu zeugen. Ein Wurf kann ca. zwei Jungtiere hervorbringen. Der Panzer der Jungtiere bildet sich erst ab dem 7. Lebensjahr, weswegen bis dahin die Jungtiere von Beeren sowie vom Honig der Elterntiere gefüttert werden müssen. Ist der Panzer fertig ausgebildet, so gelten die Slinki als selbstständig und erwachsen. 

Nahrung

Slinki essen neben dem Honig nur Obst und Gemüse, wobei sie allerdings die Früchte bevorzugen und Gemüse nur essen, wenn sie wirklich sonst nichts haben. Also wäre ein Gericht, welches für Slinki optimal wäre, ein Obstsalat.

Besonderheiten

Zu den großen Besonderheiten der Slinkis gilt vor allem ihre Entdeckerlust und ihre ungewöhnliche Art, die Welt zu erkunden, in dem sie sich von jemandem an einen anderen Ort tragen lassen. Durch ihr leichtes Gewicht und ihrer besonderen Fähigkeit, sich selbst sowie ihren Panzer, ähnlich wie ein Chamäleon, an seine Umgebung anzupassen, kann es Stunden wenn nicht Tage dauern, bis der Träger überhaupt bemerkt, dass er ein Slinki mit sich schleppt. Das beste Indiz, dass sich ein Slinki an dem eigenen Rücken oder Rucksack festgekrallt hat, ist wohl, dass plötzlich Bienen der Meinung sind, man müsste diesen ständig anfliegen und man so immer mit einem leisen Brummen durch die Gegend läuft. Wird ein Slinki von seinem Träger erwischt, so versucht es diesen mit seinem liebsten und herzerwärmensten Lächeln doch noch zu überzeugen, es weiter mitzunehmen. Wer Angst vor Bienen hat oder einfach das Tier loswerden möchte, sollte dieses einfach mit Wasser bespritzen. Das mögen die Slinki gar nicht und suchen dann beleidigt das Weite. 

Zähmbarkeit

Slinki sind Freigeister und lassen sich an sich nicht zähmen. Da sie allerdings sehr genügsam sind und eigentlich nur etwas zum Klettern brauchen oder jemanden, der ihnen die Welt zeigt, kann man sie relativ einfach trotzdem als Begleiter gewinnen oder sie in einem zum Klettern ausgelegten Gewächshaus für die Honigproduktion halten. 

Geschichten / Mythen

Der Honig, welcher auf dem Rücken von einem Slinki produziert wird, ist etwas süßer als der normale Honig, welchen ihn als Süßigkeit bei Kindern besonders beliebt macht. Auch besonders ist die Färbung des zuckerhaltigen Nahrungsmittels. Diese verändert sich nämlich je nach Frucht, welche das Slinki in der Zeit, in welcher die Bienen den Honig produziert haben, zu sich genommen hat. So gibt es durch Slinki auch blauen, roten, grünen oder sogar violetten Honig. Viele Kinder bestehen darauf, dass der Honig je nach Farbe anders schmeckt und viele Freundschaften sind schon daran zerbrochen, welcher denn nun am besten schmecken würde. Tatsächlich ist dies jedoch nicht mehr als kindliche Einbildung und Fantasie.

Geschrieben von Migi

Updated on 18. August 2024

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