Ara’Nida

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Gezeichnet von XY

Rassenbeschreibung

Aussehen

Die verschiedenen Unterarten der Ara’Nida unterscheiden sich im Optischen, wenn ihre Stärken und Schwächen auch großteils die Gleichen bleiben. Einige wiederholende Eigenschaften gibt es ebenfalls, so wie das für eine Spinne klassische, bläuliche Blut, oder den häufig angsteinflößenden, starren Blick. Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass alle der genannten Unterarten in der Verwandlung acht Augen, anders als in der humanoiden Form nur vier, aufweisen.

Humanoide Form

Die Ara’Nida sind in ihrer humanoiden Form für ihre auffälligen Haare bekannt. So verfärbt sich die Haarpracht der Nida-Yasil über die Monate, in welche sie der Luft ausgesetzt sind, von Schwarz zu der Farbe, welche auf ihrem Spinnenkörper zu finden ist. So können die Haare vollkommen schwarz wirken, sollten sie sie stets kurz halten, verfärben sich aber in den Längen.

Die Haare der Nida-Pelsi sind auch interessant anzuschauen, denn diese tragen das Zeichen ihres Spinnenrückens auf der Kopfhaut. So ziehen sich die farbigen Strähnen durch die Haarfarbe, welche ihrem Spinnenkörper gleicht, das Symbol kann aber nur gesehen werden, wenn die Haare kurz gehalten sind. Dennoch wachsen die Haare der Nida-Pelsi nicht nur schneller, sondern auch voller als die der anderen Ara’Nida-Arten.

Die Nida-Mona haben zwar keine einzigartigen Muster, allerdings können sie mit ihrer Farbvarietät überzeugen, denn besonders häufig kommen bei ihnen außergewöhnliche Farben, auch Pastelltöne oder sehr dunkle, sowie auch grelle Farben zustande. Außergewöhnliche Haarfarben treten allerdings nicht bei Ara’Nida auf, die bereits mit herausstechenden Augenfarben ausgestattet sind.

Die Augenfarben der Ara’Nida bleibt in den meisten Fällen die Gleiche, wie die der Spinnenform, welche nur bei den Nida-Mona außergewöhnlich ausfallen kann.

Auch in der humanoiden Form haben die Ara’Nida vier Augen, zwei normal positionierte und zwei etwas kleinere, welche etwas näher beieinander, oder etwas weiter auseinander, als die unteren auf ihrer Stirn positioniert sind.

Die Größe der Ara’Nida, solange es sich nicht um eine Spinnenkönigin handelt, hängt meist mit der Größe ihrer natürlichen Spinnenform zusammen. Man nimmt die Rückenhöhe der Spinne und addiert 1,40 m, daraus ergibt sich die Größe, wenn diese auch hier und dort einige Zentimeter ins Größere oder Kleinere abweichen kann.

Auch wenn Spinnen überraschend leichte Wesen sind, haben sie in ihrer humanoiden Form ein Gewicht, das für einen Menschen ihrer Statur normal wäre. Eben diese Statur fällt bei ihnen schlank, spindelartig und meist fettlos, mit maximal geringer Muskelbildung aus.

Ara’Nida haben eine Hautfarbe die meist im dunkleren Spektrum ausfällt, wenn die Hautpigmentierung auch häufig etwas desaturiert ausschaut. Blasse Haut ist bei den Ara nur im Falle von ihrer Version des Albinismus aufzufinden, die fehlende Pigmentierung der Haut ist hier das einzige, in welchem sich dieser äußert. Diese Haut hat zudem einen bläulichen Unterton, da das Blut der Ara’Nida wie oben erwähnt, blau ist.

Jeder einzelne Zahn im Gebiss der Ara’Nida ist ein spitzer Reißzahn, welcher die Wesen unmissverständlich als Fleischfresser abstempelt. In seltenen Fällen findet man eine Mutation an, welche dafür sorgt, dass sie die Zähne aus ihrer Spinnenform beibehalten. Fast könnte man diese für die Fangzähne von Vampiren halten, allerdings sind sie deutlich prominenter und im Kiefer leicht vorgesetzt, so dass sie über die Unterlippe hervor ragen und selbst bei geschlossenem Mund deutlich sichtbar sind.

Noch seltener ist, dass die menschliche Form das Greifwerkzeug der Spinne besitzt. Diese ragen dann dort hervor, wo die Wangenknochen sitzen und deuten nach unten vor den Mund. Damit könnten sie kleinere Tiere festhalten um sich die Jagd zu vereinfachen.

Verwandlung / Tierform

Nida-Yasil

Mit einer Rückenhöhe von bis zu 40-45 Zentimetern sind die Nida-Yasil die größten, denn ohne die Spinnenbeine von sich zu strecken, verleiht es den Spinnen einen Durchmesser von bis zu 1,40 m. Der Körper ist segmentiert, mit den klassischen, dürren Beinen, einem kleinen, schmalen vorderen Körperteil und größerem Hinterteil, wie die Vorstellung einer klassischen Netzwebenden-Spinne.

In dem klassischen Spinnenstil, welcher wie die kleineren Gegenstücke ohne Muskeln oder Knochen funktioniert, wiegen sie trotz ihrer Größe gruselig wenig, mit gerade mal 4 Kg.

Der Vorderkörper, sowie die Beine der Spinne sind schwarz gefärbt, nur das Hinterteil der Spinne kann anders gefärbt sein. Meist läuft die Färbung auf Grün, Rot oder Weiß hinaus, andere Farben sollen allerdings auch schon gesichtet sein. Lediglich vollständig Schwarz tritt nicht auf.

Zusätzlich ist ihre Augenfarbe meist eine sehr ähnliche zu ihrer Hinterteilfarbe, manchmal kommt es vor, dass ein Rot des Hinterteils dann zu einem rötlichen Braun wird, oder ein Türkis sich eher im Grünbereich einpendelt und es so normale Farben geben kann, aber die ausgefallenen Hinterteilfarben sind auch vertreten.

Nida-Pelsi

Mit einer Höhe von gerade mal 20 bis 30 cm und einem Durchmesser von 50 cm bis einem absoluten Maximum von 70 cm sind sie die kleinsten ihrer Artgenossen, dennoch wiegen sie 2-3 kg. Der Körper scheint nicht mal segmentiert, die Beine im Vergleich zu diesem kürzer, mit etwas größeren Augen als nötig könnte mancher diese Art von Spinne fast ein wenig niedlich nennen.

Der Körper der Nida-Pelsi ist vollständig mit Härchen bedeckt, welche nahe an einen tatsächlichen Pelz herankommen. Ihre Farbe fällt weniger auf, denn sie sind fast vollständig einfarbig, in unterschiedlichen Brauntönen. Jedoch besitzen sie alle ein besonderes Zeichen auf ihren Rücken, welches in den meisten Fällen eine rote Färbung aufweist. Das Zeichen ist vollkommen variabel, ein Kreuz, eine Raute, ein Dreieck oder Ausgefalleneres.

Nida-Mona

Die Rückenhöhe der Nida-Mona kann von nur 35 bis zu ganzen 45 Zentimetern hoch reichen, was sie fast an die größte Unterart herankommen lassen würde, wären ihre Beine nicht kürzer als die der Artgenossen und der Durchmesser damit nur einer von 1-1.30 m. Dennoch wiegen auch sie gute 4 kg, denn der Körperbau auch nicht der Filigrane, sondern der eines Jägers, wie man ihn von einer Vogelspinne kennt.

Passend zu ihrem Körperbau treten die Nida-Mona in allen Farben auf, die man im Volksmund “monoton” nennen würde.

Das einzige nicht monotone und eintönige der Unterart sind die Augen, welche verschiedene Farben aufweisen können. Unter diese verschiedenen Farben fällt sowohl die Farbe des Körpers, als auch alle andere natürlichen Farben, welche in verschiedenen Tönen auftreten können. In den seltensten Fällen treten Farben auf, welche nicht als “natürlich” betitelt werden.

Verhalten

Die Ara’Nida sind in drei Unterarten aufgeteilt, die Nida-Yasil, Nida-Mona und die Nida-Pelsi. Die Art, auf welche sie sich unterscheiden, ist eine Optische, die Wesenszüge, welche sich durch die Rasse ziehen, sind bei ihnen allen die gleichen.

Die Ara’Nida wirken häufig furchteinflößend und nutzen diesen Vorteil auch sehr gerne zu ihrem Vorteil aus. Sie sind Gesellschaft eher neutral eingestellt, heißt, sie verabscheuen normalerweise keine Leute, sind aber, als eher selbstständige Wesen, auch nicht auf diese angewiesen.

Nicht selten äußert sich das darin, dass die Ara’Nida häufig als nach innen gekehrt angesehen werden und selten offen und freundschaftlich unterwegs sind, wodurch sie schnell mal als abstoßend wirken können und demnach nicht selten mit Argwohn behandelt werden.

In anderer Richtung trifft man allerdings auch nicht selten einen Vertreter dieser Spezies ein, der sich in Umständen angepasst hat und weiß die Selbstständigkeit zu seinem Vorteil zu nutzen, indem er Kontakte für den eigenen Nutzen knüpft. Da die natürliche Form eines Ara’Nida nicht die eines Menschen ist, spiegelt ihre Mimik häufig nicht die Gefühlswelt im Inneren wieder und erlaubt ihnen ein natürliches Pokerface, wenn dieses auch keine Garantie hat, in jeder Situation zu gelingen.

Auch eigenständige Wesen wie die Ara’Nida können etwas haben, dass sie selbst eine Familie nennen würden, ihre Zhocaq. Häufig bilden sie sich aus tatsächlichen Geschwistern, oder auch aus lediglichen Bekannten, aber immer um eine Spinnenkönigin herum. Sich nicht als etwas anderes ausgeben. Es ist ein Ort, an dem sie sich meist wohlfühlen und offener sein können, als unter der Welt der anderen Wesen, deshalb ist es ein großes Kompliment, wenn ein Außenseiter als Teil der Zhocaq eines Ara’Nida bezeichnet wird, aber auch eine umso größere Beleidigung, sollte die Bezeichnung daraufhin abgelehnt werden.

Ob Zhocaq oder doch ein seltener, allein lebender Fall, die Ara’Nida nennen meist immer ein Netz ihr eigenes. Dennoch haben sie selten mehr als eines zum gleichen Zeitpunkt. Sollten sie entführt oder festgenommen werden, setzen sie häufig alles daran, ihr Netz vorher zu zerstören. Zu groß wäre das Risiko, Beute an ungenutzte Netze zu verlieren.

Die meisten Ara’Nida besuchen in ihrem Leben keine Schule und lernen so eher wenig von dem für sie unnötigen Zeug. So findet man auch nur selten einen, der Lesen und Schreiben kann oder Themen höherer Bildung kundig ist. In seltenen Fällen, wenn andere Berufe gelernt werden, wird hin und wieder doch auf eine schulische Grundausbildung gesetzt. Sprechen können sie hingegen gut und ebenso die Sprache Aegorins, auch wenn es von den Exemplaren, welche dem keine Beachtung schenken, nicht selten passiert, dass sie instinktive Klack-Geräusche in diese einbauen.

Nahrung

Die Ara’Nida ernähren sich von Fleisch kleiner Tiere, welche sich entweder in ihre Netze verirren, oder auch von einer Ara’Nida erjagt werden.

Natürlich essen die Ara’Nida auch in Gasthäusern Fleisch, wobei man allerdings erwähnen muss, dass nur wenige von ihnen überhaupt von Tischmanieren gehört haben, da diese in ihrer Spinnenform, in welcher sie häufig speisen, vollkommen nutzlos sind. Das heißt nicht, dass ein Ara-Nida nicht dennoch ordentlich essen kann, im Normalfall haben sie lediglich nie gelernt, was Tischmanieren bedeuten.

Wesen von einer Größe oder gar Intelligenz, die der eigenen gefährlich nahe kommt, jagen die Ara’Nida nur, wenn sie die Verzweiflung des Hungers plagt oder diese sich dümmlich direkt in die Höhle des Löwen, das Netz der Spinne, wagen.

Alter

Die Ara’Nida sind eine Art, welche kein sonderlich hohes Alter erreicht. Die ständige Verwandlung in eine humanoide Form, welche in der Kultur der Ara’Nida stets vertreten ist, bringt einen anstauenden, rein physischen Stress mit sich, unter welchem ihre Körper schon in einem Alter von gerade mal 45-50 Jahren versagen und die Spinne stirbt.

Dem geringen Alter angepasst, wachsen junge Ara’Nida schnell voran, schon nach ihrem 9. Lebensjahr haben sie den Stand eines menschlichen Erwachsenen erreicht.

Die Verwandlung in ihre humanoide Form lernt die Spinne, sobald die Ara’Nida 5-7 Monate der eigenen Lebenszeit hinter sich gebracht hat. In dem Alter stellen sie ein etwa vierjähriges Kind da.

Eine Spinnenkönigin lebt länger als ein herkömmlicher Vertreter der Ara’Nida, denn ihr Körper ist nicht nur robuster, sondern verarbeitet den physischen Stress besser, was ein Alter von 80-90 Jahren erlaubt.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung der Ara’Nida ist ausschließlich mit anderen Ara’Nida in der Spinnenform möglich. Wenn eine Ara’Nida sich fortpflanzen will, werden die Eier nach der Befruchtung stets im Netz der Spinnenkönigin abgelegt. Sich mit der Königin selbst balzen zu wollen, ist aber ein weit gefährlicheres Unterfangen.

Ein männlicher Ara’Nida, welcher dieses Risiko auf sich nehmen will, muss versuchen, sich während des Frühlings unbemerkt in ihr Netz zu schleichen und eines ihrer unbefruchteten, tennisballgroßen Eier ausfindig zu machen. Ein einzelnes muss stibitzt und damit schleunigst verschwunden, um nicht entdeckt zu werden, sonst könnte das Männchen den Kopf verlieren.

Die Befruchtung des Eies findet meist abgelegen statt, doch ist damit das Spiel noch nicht zu Ende. Nun muss der Nachwuchs sicher in das Netz der Spinnenkönigin zurück befördert werden, um dort gut behütet zu überstehen, bis der Schlüpfmoment gekommen ist. Erst wenn das Männchen es danach wieder Heil in Sicherheit schafft, ist der Prozess überstanden.

Das Ara’Nida-Kind braucht im Ei noch rund 4 Monate, um sich zu entwickeln.

Der Vater eines Kindes der Spinnenkönigin zu sein zählt als große Ehre, denn nur aus ihren Eiern kann eine neue Königin schlüpfen. Und selbst in den wohlgemerkt häufigeren Fällen, dass sich doch eine der Ara’Nida-Arten daraus entwickelt, erreichen sie häufiger die Obergrenze ihrer möglichen Größe und wachsen zum Stolz der Familie heran.

Trotz der unorthodoxen Methode der Fortpflanzung, können die Ara’Nida lieben. Das Liebesleben mit ihnen ist nur meist leider recht kurz, da sie oft deutlich früher sterben als ihre Partner.

In der Spinnenform, in welcher die Ara’Nida auf die Welt kommen, sind sie schon direkt nach den Schlüpftagen eher selbstständig, wenn in dem ersten Lebensjahr auch noch sehr von den Spinneninstinkten gesteuert, wie auch ein menschliches Baby kognitiv noch nicht ganz bei Bewusstsein scheint.

Geschichte

Die Ara’Nida lebten bereits vor vielen Jahrhunderten in Aegorin, lange vor der Zeit, in welcher der Drachenkrieg über das Land hinweg zog. Vollkommen gewöhnliche Spinnen wagten einen Schritt gegen ihre Natur, schufen nur eine winzige Veränderung, als sie sich in der harschen Natur der Welt der Gejagten zusammenschlossen. Klein war die Veränderung alle Male, keine Seele hätte sich je denken können, dass etwas simples wie größere Spinnennester, Familien die länger beieinander blieben, als es von den kleinen Tieren gewöhnt war, über Generationen die Geburt einer Rasse sein könnte.

In den tiefen Höhlen, weit unter den Füßen der Bewohner des Landes, war aber dieses kleine Detail genug, um die Veränderung in Bewegung zu schicken wie ein kippender Dominostein, und mit jedem weiteren, fallenden Stein, mit jeder Generation eines wohlgemerkt kurzen Spinnenlebens, die dort unten fernab der Bedrohung, welcher sich nur noch die Jagdgruppen aussetzen mussten, wurden die Spinnen größer. Kein Vogel traute sich zu nahe heran, wenn eine Gruppe an Spinnen auf der Jagd durch die Bäume schnellten, denn jede, die die Schnäbel erwischten, wurde mit zwei neu bezahlt, welche den einstigen Jägern der kleinen Tiere in den Rücken sprangen und die neue Beute in die Knie zwangen.

Es ist schrecklich einfach Spinnen zu hassen, sich vor ihnen zu ekeln oder den Wunsch zu hegen, sie würden einfach in ihren tiefen Höhlen, weit weg von jeder Zivilisation bleiben. Als die Bewohner des Landes aber zu realisieren begannen, die Sichtungen von Spinnen, viel größer als sie je hätten sein sollen, sich häuften, war die Kette der Ereignisse bereits unaufhaltbar in Bewegung. Keine ihrer Mühen hätte noch genug sein können, um den nächsten Stein am Kippen zu hindern und die Veränderung zu hindern, weiter voranzuschreiten. Entweder war es der Ekel, oder gar der pure Terror, was die meisten daran hinderte, sich überhaupt in die Territorien der Ara’Nida zu wagen.

Doch der Schritt, dass selbst Humanoide, welche sich zu tief in die Spinnennester wagten, bei den Riesenspinnen auf der Speisekarte standen, war einer zu weit. Mit den Tränen jener, die Partner, Geliebte oder Elternteile an die Gefahren der dunklen Wälder verloren, wandelte die Unaufhaltbarkeit der Veränderung der Spinnen sich von Segen zu Verdammnis, denn endlich waren sie Gefahr genug, verachtet genug, um die Aufmerksamkeit von dem Krieg zu lenken, der das Land in Brand steckte, und die tobenden Flammen, die jeden bedrohten, als Waffe zu nutzen.

Selbst, wenn es nicht mehr als eine Metapher war, hätte man meinen können, den Sturz des letzten Dominosteines an dem einen verhängnisvollen Tag, in der qualmgefüllten Luft zittern zu fühlen, als das Schicksal die eine, letzte Veränderung der Ara’Nida erzwang.

Mit Fackeln bewaffnet stürmten die Völker, von Menschen bis Elfen, alles, was sich in den umliegenden Dörfern befand, die Wälder. Der Qualm brennender Bäume zog bis in die Nester hinein und lag über den Ara’Nida wie ein dunkler Schatten der Vorahnung, was sie in nur wenigen Momenten erwarten würde. Silbrig-weiße Spinnenfäden färbten sich schwarz, wurden unter den Flammen verzehrt, welche die Netze entlangklommen und sich so gierig ihren Weg immer näher fraßen.

An dieser Stelle, zu genau diesem Zeitpunkt, hätte es das Ende der Ara’Nida bedeutet. Hätte, wenn der Fortschritt dieser einzigartigen Wesen sich nicht noch einen letzten Ruck gegeben hätte. Die Körper der Spinnen waren lange nicht mehr die kleinen Arachniden, von denen sie einst kamen. Mittlerweile waren sie selbst von menschlichem Verstand, menschlicher Intelligenz und menschlich genug, damit dieser Schritt auf humanoiden Beinen gegangen wurde. Um ihr überleben zu sichern, tarnten sich die ersten Spinnenköniginnen als Teil der Wesen, welche sie gelernt hatten als Beute zu sehen, um versteckt unter den Angreifern der räuchernden Falle zu entkommen, die sie alle vertilgen sollte.

Die wenigen Ara’Nida, die mit ihrem Leben davon kamen, flohen aus den Ländern Aegorins. Sie mischten sich unters Volk, suchten auf Schiffen das Weite, um hinter dem Horizont wieder aufzubauen, was sie verloren haben. Doch viele Jahrhunderte ist es nun her, dass die Spinnen ein großes Volk waren, und von derartigen Ereignissen wurde nie wieder gehört, geschweige denn eine Spinne von übernatürlichem Ausmaß mehr als flüchtig gesichtet.

Kultur

Wenn die Ara’Nida auch versuchten, unter den Menschen nicht aufzufallen, herrschte zwischen ihnen ein universelles Verständnis, ihre Wurzeln nicht zu vergessen. Denjenigen, welche sich unter die Völker mischen, fällt es dennoch schwer, ein Teil davon zu sein. Ihre Natur eignet sich nie für die gewissenhaften Berufe, noch weniger für jene, die einer einfachen Routine folgen. In ihrer Natur verankert sind sie gerissen und immer nach den Schlupflöchern am Suchen, die den Erfolg maximieren. Mit dem mangelhaften Verständnis für menschliche Sitten oder Morale, geraten sie so schnell an die zwielichtigen Zeitvertreibe.

Abseits von ihrem Beruf sorgt ihr Geschick und ihre leichte Statur für ein Talent im Umgang mit leichten Waffen. So sehr sogar, dass Jungspinnen in ihrer Zhocaq häufig nicht nur lernen, als Spinne zu jagen, sondern auch in ihrer menschlichen Gestalt zu kämpfen. Um ein Überblick über die Stärkeverhältnisse der Mitglieder zu behalten, ist es Tradition, jedes halbe Jahr ein Kampfritual um die Siegesehre durchzuführen, in welchem sich herauskristallisiert, wer sich als Jäger eignet, für die jüngeren Spinnen, und welche Spinne über den anderen steht, für die Älteren. Besonders starke Jäger können in diesen Kämpfen sogar die Gunst der Königin und ein kleines Schmuckstück aus ihrer Sammlung gewinnen.

An Kampftagen verschleiern sich die Ara’Nida von Kopf bis Fuß, sogar ihre Gesichter sind verdeckt. Nur jene, die sich gerade auf dem Kampffeld befinden, nehmen diese ab, um ihrem Gegner in die Augen zu blicken.

Wichtig ist auch, dass keine der Spinnen je auch nur daran denken würde, ein Teil seiner Zhocaq zu töten. Die Konsequenzen derartiger Torheit wären fatal.

In den bekanntesten Fällen ist davon die Rede, dass nur die Spinnenkönigin einer Zhocaq Eier legt. dass ausschließlich sie über die Fähigkeit verfügt, ist allerdings ein Ammenmärchen. Vielmehr ist der Fall, dass jede Partnerschaft ihren Segen benötigt, damit die Stärke des Nachwuchses garantiert ist. Dieser Glaube ist fest in dem Wesen der Ara’Nida verankert und der Grund, aus dem allein lebende Vertreter dieser Art sich unter keinen Umständen fortpflanzen. Mit der Zeit entwickelte sich das Verhalten und prägte sich so stark aus, dass sogar schon von Fällen berichtet wurde, in welchen besonders Zhocaq bezogene Spinnen Freunde oder Partner mitbrachte, um sie der Familie und Spinnenkönigin vorzustellen.

Auch wenn sie von unterschiedlichen Eltern kommen mögen, die in eine Zhocaq geborenen Kinder tragen immer den Nachnamen ihrer Spinnenkönigin und sehen einander als leibliche Geschwister, ob sie es nun sind oder nicht.

Sobald sich Eier in den Netzen der Zhocaq befinden, hat kein einziger, männlicher Vertreter der Rasse mehr etwas in ihnen zu suchen. Die Eier zu bewachen ist eine nervenaufreibende Aufgabe, welche schnell darin enden kann, dass die Spinnenkönigin in Eifer den Nachwuchs sicher zu halten auch einem Zhocaq-Mitglied den Kopf abbeißt.

Die Klamotten der Ara’Nida sind häufig eher dunkel gehalten, häufig von simpler Eleganz. Da sie meist begnadete Jäger sind tragen sie offenes Schuhwerk, welches sich zum Rennen eignet. In einigen Ara’Nida-“Familien” gibt es zudem traditionelle Kleidung, oft weite Roben und auch Gesichtsverschleierung. Wenn diese traditionell getragen werden, sind sie meist mit einem Zeichen der Spinnenkönigin versehen, wenn diese denn eines hat.

Stärken & Schwächen

Die Ara’Nida können, wie erwartet, Netze spinnen und das über einen kurzen Zeitraum hinweg, bevorzugt in Höhlen. Wenn sie allerdings mehr als ein wenig Faden brauchen, sich also tatsächlich ein gesamtes Netz spinnen wollen, dann müssen sie sich darauf vorbereiten. Für eine derartige Fadenproduktion, benötigt die Spinne viel Eiweiß. Die Fadenproduktion funktioniert ausschließlich in der natürlichen Spinnenform.

In ihrer natürlichen Form sind sie deutlich schneller als viele andere Wesen, denn anders als durch Muskulatur, bewegen sie ihre Beine über ihren Blutdruck, wie auch ihre kleineren Gegenstücke. Auch das Springen ist in dieser Form leicht stärker. Durch diese Konstellation der Fähigkeiten haben sie eine sehr schnelle Reaktionsgeschwindigkeit. Gerade wegen dieser guten Reaktionsgeschwindigkeit ist es schwer, ihren Fängen zu entkommen, wenn sie auch nicht die stärkste Rasse sind, immerhin ist ihr Biss dank Greifwerkzeug dennoch ein fester. So kraftvoll das Beißwerkzeug eines Ara’Nida auch ist, ihre menschliche Gestalt ist, dank der spindelhaften Statur, nicht mit physischer Stärke gesegnet. Selbst ein untrainierter Mensch könnte einen vollkommen durchtrainierten Ara’Nida im Armdrücken besiegen, ohne in die Bredouille zu gelangen.

Auch wenn sie keine geraden Wände hochklettern können, wie sonst ihre deutlich kleineren Vertreter, da sie zu groß und schwer dafür sind, haben sie in beiden Formen keinerlei Probleme, an Orte hochzuklettern, an welche es ein Mensch auch könnte, wenn sie sich hierbei ebenfalls ein wenig geschickter anstellen, als ein Mensch es würde.

Ein großer Pluspunkt der Ara’Nida sind ihre Augen. Nicht nur sind sie vielzählig, sondern auch scharf und mit präziser räumlicher Wahrnehmung gesegnet. Das Leben in der Dunkelheit lässt sie in fast vollkommener Schwärze sehen, wie am helllichten Tage.

Der Segen kann aber auch schnell ein Fluch sein, so gut sie im Dunklen sehen können, so lichtempfindlich sind sie auch. Vor Allem in ihren jüngeren Jahren, noch bevor sie das zweistellige Alter erreichen, ist diese Empfindlichkeit so verheerend, dass die Jungspinnen sich nichtmal an die Sonne wagen können. Erst im Alter nimmt die Anfälligkeit ab, helle Lichtquellen, oder auch nur einfache Feuer, meiden sie dennoch wie die Pest, denn bis in die dreißiger Jahre bleibt der direkte Lichtkontakt schmerzhaft. In den höheren Jahren, meistens direkt damit, das die Lichtempfindlichkeit abgelegt wird, lässt auch ihre Sehfähigkeit an sich nach. Ara’Nida, welche auf ihr Lebensende zugehen, sind in den meisten Fällen bereits fast vollkommen blind.

Ein weiterer Sinn, welcher bei den Spinnen nicht gut ausgeprägt ist, ist ihr Gehör. In Spinnenform kommunizieren sie durch leise Knackgeräusche und darauf sind auch die Lauscher ausgelegt. Ein Flüstern in der Nähe wahrnehmen zu können, blieb dabei leider auf der Strecke.

Anders als so mancher befürchtet, sind die Ara’Nida ungiftig. Die bevorzugte Beute ist klein genug, damit das Beißwerkzeug mit kurzem Prozess den Nacken des Tieres brechen kann, Größeres wurde ausschließlich in Gruppen gejagt, so waren sie evolutionär nie auf Gift angewiesen.

Zu allerletzt sollte erwähnt sein, dass, wenn die Ara’Nida sich auch geschwind verwandeln können, die Verwandlung einen kurzen Moment mit sich bringt, in welchen ihnen schwarz vor Augen wird, als sie von acht auch nur vier überwechseln. Der Körper wird schwerer, der gesamte Aufbau ändert sich, was ihre Bewegungen schwerfällig werden lässt.

Beides hält etwa 10 Sekunden an, in welchen der Ara’Nida zu fast vollkommen Wehrlosigkeit gezwungen ist.

Sonstiges

Durch die Jahre der Jagd in der Zhoqac hat sich unter den Ara’Nida eine allgemeine Zeichensprache verbreitet, welche vollkommen lautlos mit den Augen gesprochen wird, die Aracida genannt. So gut wie jeder Vertreter der Rasse schnappt die Sprache im Laufe seines Lebens auf und trägt sie weiter, weshalb die Augensprache der Ara’Nida eine universelle in jeder Zhoqac gleiche ist.

Ausgereift ist die Sprache allerdings nicht, sie enthält lediglich, was für den Zweck nötig ist.

Ein Spieler der kein Ara’Nida ist, wird die Augensprache nicht ohne guten Grund verstehen können, weshalb gebeten wird, vorher das Artenforscherteam zu fragen.

 

Die Zeichen der Ara’Nida

    • Die höfliche, förmliche Begrüßung eines Fremden eines fremden Ara’Nida – Oben links, unten links, oben links, unten rechts, oben rechts, links unten, jeweils einmal in der Reihenfolge blinzeln. Oder schnellere, weniger förmliche Version: rechts, links, der beiden unteren Augen zweimal hintereinander
    • Rechts – Beide Augen Links kurz geschlossen
    • Links – Beide Augen rechts kurz geschlossen
    • Beeil dich – Die beiden oberen Augen blinzeln 1 mal, wenn man sich sehr beeilen soll 2 mal, wenn es knapper wird, dann wird konsequent weiter geblinzelt.
    • Folg mir – mit dem unteren Linken Auge 3 mal blinzeln
    • Ich brauche Hilfe – Man blinzelt mit allen Augen während man meist eine einzige Person anstarrt, udn das so lange bis Hilfe kommt, oder man selbst schaut wie man sich hilft weil die gegenüberstehende Person nicht helfen kommt.
    • Idiot! – Normalerweise reicht alleine das Zeigen der Zähne in dieser Situation, möchte man allerdings einem anderen Ara’Nida mitteilen, dass er eine komplette Flachpfeife ist, dann schließt man die beiden oberen Augen, mit den unteren beiden starrt man den anderen an. Dieses Zeichen funktioniert auch mit nur einem geschlossenen Auge in einer abgeschwächten Form, denn die geschlossenen Stirnaugen bedeuten sowas wie “dahinter ist echt nichts” und bei 2 fehlt demnach einiges im Kopf (In der Spinnenform, in welcher sie 8 Augen haben, ist das auch auf 4 obere Augen erweiterbar, wenn man 4 geschlossene Augen erhält, sollte man sich langsam Gedanken machen ob man sich überhaupt noch zurücktrauen sollte)
    • Sei leise / Klappe! – das linke obere und das rechte untere Auge werden geschlossen, sodass diese Reaktion recht ruckartig stattfinden kann hat man sich dort das mehrfache Blinzeln gespart.
    • Haben wir alles? – Blinzeln zweimal mit dem unteren rechten und dann mit dem unteren linken Auge
    • Ja – erst die oberen Augen, dann die unteren blinzeln einmal
    • Nein – erst die unteren Augen, dann die oberen blinzeln einmal
    • Das ist schöne Beute! – Jedes Auge nacheinander blinzelt leicht verzögert zum vorherigen einmal

In einer Gruppe unterwegs? Wie spricht man eine einzelne Spinne persönlich an, oder zeigt anderen wer genau gemeint ist? Ganz einfach:

Bevor eine Ara’Nida-Gruppe gemeinsam ihren Taten nachgehen, nummerieren sie sich durch. So ist der Anführer der mit der Nummer 1 und dann wird weiter durchgezählt. Möchte man eine Person spezifisch ansprechen schließt man drei Augen, egal welche, und eines bleibt offen, mit diesem wird eine Zahl geblinzelt, damit die Person sich angesprochen fühlt und dann wird der Befehl erteilt, oder die Frage gestellt.

 

Wichtig: Diese Sprache funktioniert auch in der Tierform, auch wenn sie dort 8 Augen haben, so teilen sich diese dann einfach auf, die Muster bleiben die selben.

Beitritt

Bewerbung beim Artenforscherteam (Charakterblattvorlage kann im Leitfaden „Wie bewerbe ich mich für eine Rasse?“ gefunden werden)

Bei weiteren Fragen steht euch folgender Artenforscher gerne zur Verfügung

Flash

geschrieben vom Artenforscherteam

Updated on 25. November 2022