Vestayer

Slots der Rasse: 3 von 12

Rassenbeschreibung

Die Vestayer sind Vogelmenschen, die sowohl zwei Flügel als auch bunte, fedrige Ohren besitzen. Sie stammen von den ersten Urvögeln ab und können sich in solche verwandeln. Ihre Stärken liegen in der Geschwindigkeit, jedoch unterliegen sie meistens im Kampf. Ihre neugierige und offene Art macht sie jedoch zu guten Gesellen.

Aussehen

Humanoide Form

Vestayer werden in der Regel ungefähr 1,90 m – 2,10 m groß und sind somit ein wenig größer als ein gewöhnlicher Mensch, hier sind Ausnahmen möglich, die meist kleiner ausfallen, selten größer. Ein wenig schwerer sind sie aufgrund ihrer Größe und ihrer Flügel ebenfalls, so wiegen die meisten ausgewachsenen Vestayer für gewöhnlich 85-115 kg. Ihre Haar- und Augenfarbe kann jegliche natürliche Farbe aufweisen, auch ihr Körperbau ist recht menschenähnlich. Zudem haben sie lange, spitze Ohren, die oft in derselben Federfarbe ihres Flügels gefiedert sind. Um die Ohren herum können aus den Haaren leichte Daunenfedern ragen, die ebenfalls derselben Federfarbe entsprechen. Unterschiedliche Federfarben an Ohren und Flügeln können bei einem Farbverlauf auftreten, der spätestens in der Tierform ersichtlich sein soll. Beispielsweise ein blauer Kopf mit rotem Unterkörper. Hierbei wären die Ohrenfedern Blau, der Flügel Rot. Das markanteste an den Vestayern sind ihre Flügel. Diese tragen sie am Rücken, sie sind meist eher kürzer und rundlicher. Die Spannweite eines einzelnen Flügels beträgt 1.20-1.50m, dabei geht der Flügel ausgestreckt selten bis unter den Lendenwirbel. Eingeklappt gehen die Flügel höchstens bis zu den Knien. In ihrer menschlichen Form sind sie lediglich ein Schönheitsmerkmal, welche hauptsächlich bunte Farbe annehmen können. So sind manche einheitlich in einer Farbe oder auch bunt gemischt mit einem sinnigen Farbverlauf oder ausgefallenen Federmustern.

Tierform

In der Tierform gleichen Vestayer einem ca. 75 cm großen (Gesamthöhe), 125 cm langen (Von Kopf bis Schwanzspitze) und 5-6 kg schweren Vogel mit raptorähnlichem Körperbau, dessen Federkleid oft individuell variiert und in allen möglichen bunten Farben und Mustern vorhanden ist. Hierbei gleicht es immer den Federfarben und Mustern in der Menschenform. Abweichungen gibt es nicht. In der Wandlung verschmelzen die Arme und die Flügel, an den Flügeln hängen dafür drei reptilienähnliche Klauen, die zwar scharf sind, hauptsächlich jedoch zum Klettern verwendet werden. Die Beine sind ab dem Mittelfußknochen ungefedert, jedoch besitzen Vestayer auch hier scharfe Krallen, die sie für einen besseren Halt an Steilhängen beispielsweise brauchen. Der ca. 30-40 cm lange Schweif ist vollständig gefiedert und dient der Balance. Am Ende des Schweifes ist eine besonders stark ausgeprägte Auffächerung von größeren Federn, die hauptsächlich ein Schönheitsmerkmal darstellen und früher für die Balz eine Rolle spielten. Der Kopf ähnelt dem eines Reptils, ist geschuppt und an der Schnauze abgerundet. Im Maul liegen eng angereiht spitze Zähne, die zum Reißen und Festhalten der Beute dienen. Der Vestayer hat in der Tierform reptilienartige Augen, die jedoch die selbe Augenfarbe ihrer Menschenform erhalten. Die Flügelspannweite in dieser Form beträgt pro Flügel ca. 40-50 cm, dabei haben die Flügel dieselbe Form wie in der Menschenform, fliegen können sie damit jedoch nicht.

Verhalten

Vestayer achten sehr auf ihr Umfeld und ihre Umgebung. Sie sind sehr naturverbunden und achten diese, leben nicht selten nahe den Wäldern. Jene, die die Traditionen ihrer Heimat achten, leben oft in kleinen Waldsiedlungen, dabei einen recht einfachen Lebensstil verfolgend. Große Krieger sind sie sicher nicht, doch entwickeln Vestayer eine starke Verbundenheit zu ihrer Heimat und ihrer Familie, weshalb sie selten zögern würden, auch um diese zu kämpfen. Doch wie schon gesagt, große Krieger sind sie nicht. Vestayer sind nicht für den Kampf ausgelegt, fast schon tollpatschig, könnte man meinen. Dafür haben sie einen von Natur aus recht stark ausgeprägten Fluchtinstinkt. Sie sind leicht zu stressen, fast schon schreckhaft. Nicht selten hat das unkontrollierbare Stressreaktionen wie nervöses Zucken, eine unkontrollierte Wandlung oder Federausfall zu Folge. Letzteres empfinden viele Vestayer als äußerst unangenehm. Zwar wachsen die Federn grundsätzlich nach, doch kann dies bis zu zwei Wochen dauern. In dieser Zeit zeigen viele aus Scham meistens ungern ihr sonst so prächtiges Federkleid. Aufgrund dieser Hürde bevorzugen einige Vestayer einen eher ruhigen Lebensstil. Das hält sie jedoch nicht immer davon ab, sich aus Schwierigkeiten fernzuhalten. Vestayer haben eine recht neugierige Art an sich, die manchmal vielleicht schon etwas nervig sein kann. Sie lassen sich leicht durch interessante Dinge oder Wesen anlocken, sind wissbegierig und meist gelehrsam. Vestayer können daher schon durch kleinste Bewegungen abgelenkt werden. Man könnte ihnen dadurch eine sehr geringe Konzentrationsspanne zusprechen, jedoch sind sie tatsächlich sehr aufmerksam, nehmen schon geringe Veränderungen oder Bewegungen stärker wahr.

Nahrung

Vestayer ernähren sich vorzugsweise von Fleisch und Fisch, sind jedoch auch in der Lage, vegetarische Nahrung zu sich zu nehmen. Dabei kommt es vor allem stark darauf an, in welcher Form sie die Nahrungsaufnahme bevorzugen. Jene, die noch an der Jagd in der Tierform festhalten, bevorzugen kleine Fische, Eier und kleinere Beutetiere wie Mäuse, Echsen oder Kaninchen, für die Geübteren. Grundsätzlich ist es jedoch eine eher veraltete Tradition, das Essverhalten hat sich im Laufe der Zeit stark dem der Menschen angepasst. Hier kann es wie bei Menschen auch in Ausnahmefällen zu Unverträglichkeiten oder Allergien kommen. Diese können verschiedenste Lebensmittel betreffen, am häufigsten tritt es jedoch bei Getreide oder zuckerhaltigen Nahrungsmitteln auf. Allergien äußern sich meistens durch Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit oder Erbrechen.

Alter

Die Vestayer können bis zu 80-90 Jahre alt werden. Dabei altern sie wie gewöhnliche Menschen. Das Wandeln gelingt ihnen erst nach dem zehnten Lebensjahr. Sie gelten mit ca. 18 Jahren als ausgewachsen. Im hohen Alter verlieren ihre Federn etwas an Farbe, bleichen aus. Gegen Ende sind sie nicht mehr in der Lage sich zu wandeln, da es zu kräftezehrend ist.

Fortpflanzung

Ganz normal, wie auch Menschen, pflanzen sie sich auf natürlichem Wege mit menschenähnlichen Rassen fort. Sollten sie sich mit einer weniger dominanten Rasse im Genpool fortpflanzen, so ist das Aussehen immer vollständig dominant, mehr jedoch auch nicht, sie können sich nicht verwandeln. Doch kommt dies auch darauf an, mit welcher Rasse sie sich paaren und welches Gen dann dementsprechend stärker ist. Zu Mischformen im Aussehen kann es jedoch nicht kommen. Die Schwangerschaft dauert dabei 9 Monate, in den meisten Fällen gleicht das Flügelmuster und die Farbe dem der Mutter. Vestayer werden dabei immer in der Menschenform schwanger, eine Schwangerschaft in der Tierform ist nicht möglich. Während der Schwangerschaft braucht das Weibchen viel Ruhe, sie sollte auf keinen Fall gestresst werden. Eine Wandlung ist ab der 12ten Schwangerschaftswoche nicht mehr möglich, bzw. könnte der Fötus dadurch geschädigt werden.

Geschichte & Kultur

Vestayer stammen vom Archaeopteryx ab. Während viele ihrer Art einst ausstarben, überlebte ein kleiner Teil vor tausenden Jahren auf einem Kontinent, der hauptsächlich von dichten Regenwäldern eingenommen wurde. Hier hatten die Archaeopteryxe einen natürlichen Vorteil aufgrund ihres wendigen und flinken Körperbaus und ihrer Fähigkeit, gut zu klettern. Das machte sie zu geübten Jägern und schwer zu fangenden Beutetieren, die sich rasch ausbreiteten. Einer Gefahr waren sie jedoch nicht gewachsen, den Menschen. Immer mehr Siedler drangen in ihren Lebensraum vor, rodeten Bäume und errichteten Felder und Dörfer, die eine große Angriffsfläche für die von Natur aus neugierigen Vogelechsen darstellten. Schnell wurden sie zu von Jägern zu Gejagten, wurden als Bedrohung angesehen, da sie nicht selten neugierig wie sie waren Dinge aus den Dörfern klauten, sich mit dem dortigen Nutz- und Haustieren anlegten oder versehentlich Dinge zerstörten, die sie beim Erkunden fanden. Um sich dieser Gefahr zu entziehen, aber auch um sich weiter diesen interessanten neuen Wesen nähern zu können, entwickelten die Vestayer im Laufe der Zeit die Fähigkeit, sich in eben jene Menschen wandeln zu können, auch wenn die Wandlung nie vollständig menschenähnlich aussah. So konnten sie nie manche Eigenheiten wie ihre Flügel vollständig ablegen, das hat sie im Großen und Ganzen aber auch nicht sonderlich gestört. Trotz der komischen Flügel wurden die Vestayer in ihrer menschlichen Form akzeptiert, in manchen der Siedlungen sogar vergöttert, da die dortigen Menschen solche Wesen nicht kannten. Um den Schein zu wahren, wandelten sich die Vestayer nicht in der Gegenwart der Menschen, um keinen Unmut auszulösen. Diese Taktik funktionierte über Jahrhunderte problemlos, fast schon so gut, dass immer mehr Vestayer sich seltener wandelten. Da sie es nach so langer Zeit schlichtweg nicht mehr gewohnt waren, wurde die Wandlung in ihre Urform auf Dauer kräftezehrender, die Energie die früher in die Wandlung gesteckt wurde, wurde von den Vestayern genutzt, um ihr Verhalten an dem der Menschen anzupassen. Das gelang ihnen in vielen Punkten wie der Sprache, der Art sich zu bewegen oder dem Essverhalten. Weniger gelang es ihnen, Fähigkeiten wie Schwimmen oder die Beherrschung in manchen Situationen zu wahren. Denn durch die langjährige Jagd auf ihre Urform hatte sich ein Fluchtinstinkt entwickelt, den sie kaum losbekamen. Ihre Urform nutzten Vestayer erst später wieder aktiver, nachdem sie anfingen, außerhalb der Siedler, angelehnt an deren Lebensart und Kultur eigene Siedlungen zu gründen. Dort konnten sie etwas offener mit ihrer Urform umgehen, nutzten diese zum Jagen und zur effektiveren Fortbewegung im dichten Wald. Länger als ein paar Stunden, konnten die Vestayer ihre Urform jedoch nicht mehr nutzen, da ihr Körper sich zu stark an das menschliche Leben angepasst hatte. Am Ende war es ihre natürliche Neugier, die viele ihrer Art in die Ferne trieb. Da sie nun durch ihre neue Form besser auch an andere Lebensräume angepasst waren, stand einer Auswanderung kaum etwas im Weg. Viele nahmen dabei gleich ihre ganze Familie mit sich, mittlerweile sind Vestayer auf den verschiedensten Kontinenten vorzufinden.

Stärken & Schwächen

Die wohl offensichtlichste Stärke der Vestayer ist der Fakt, dass sie in der Lage sind in ihrer Verwandlung gleiten zu können, wodurch sie zum einen leichter von Baum zu Baum gelangen, aber auch einen großen Vorteil bei der Flucht haben. So lockten Vestayer nicht selten Raubtiere an höher gelegene Orte, um von dort aus davongleiten zu können, was es den Jägern fast unmöglich machte zu folgen. Der Parkour liegt ihnen, sie sind ausgezeichnete Kletterer, können in der Tierform bis zu 2 Meter hoch springen und sich in dieser flink durch die kleinsten Nischen quetschen, sich so präzise durch Wurzelwerk winden. Die Wandlung dauert bei Vestayern nur wenige Sekunden. Zudem haben Vestayer sehr gute Augen. Sie können nicht nur mit präziser Genauigkeit schon kleinste Bewegungen erkennen, sondern auch gleichermaßen flink darauf reagieren. Vestayer sind vor allem in ihrer Tierform, aber auch in ihrer Menschenform schneller als ein gewöhnlicher Mensch, sehr wendig und flink, was einem eher athletischem Körperbau zu verschulden ist und den Flügeln, welche einen aerodynamischen Vorteil bieten. Somit sind sie in der Lage schneller Auszuweichen. Das Ausweichen ist wichtig zum Überleben, vor allem für neugierige Vestayer, die sich dadurch leicht in Schwierigkeiten bringen können. Vestayer sind schwächer als ein gewöhnlicher Mensch, bereits ein größeres Schwert halten kann auf Dauer sehr anstrengend für sie sein. In einem Faustkampf ganz zu schweigen, ziehen sie meistens den Kürzeren, da sie auch weniger einstecken können als ein gewöhnlicher Mensch. Das liegt daran, dass sie es schlichtweg nicht gewöhnt sind zu kämpfen, da sie nie darauf angewiesen waren, hat sich ihr Körper nie so entwickelt, dass sie in einem Kampf überlegen wären oder lange durchhalten könnten. Im Notfall sind sie durch ihre spitzen Zähne und Krallen in der Wandlung in der Lage, sich zu verteidigen. Zu oft sollten sie sich trotz der guten Fluchtvoraussetzungen jedoch nicht in Schwierigkeiten bringen. Die Wandlung kann auf Dauer sehr anstrengend sein. Sich mehrmals am Tag zu wandeln ist sehr kräftezehrend, dabei können sie sich auch nur für wenige Stunden hintereinander in der Tierform halten. Zudem kommt es bei einigen Vestayern durch die stärkeren Stressreaktionen, die durch den Fluchtinstinkt getriggert werden, vor, dass sie sich unkontrolliert in ihre Tierform wandeln. Das liegt daran, dass die Tierform zur Flucht besser geeignet ist, diese sich durch den Fluchtinstinkt nicht selten daher selbst dazu zwingen. Diesen Makel können sich Vestayer mit besonderer Körperbeherrschung und Übung jedoch abgewöhnen, Stressreaktionen können sich jedoch individuell bei jedem Vestayer anders entwickeln, ganz loswerden können sie diese Reaktionen nie. Vestayer sind keine guten Schwimmer. Ihre Flügel saugen sich schnell mit Wasser voll, weshalb sie sich nach nur wenigen Minuten bereits nur noch schwer über Wasser halten können. Kleine Strecken zum Überqueren eines Flusses sollten funktionieren, viele Vestayer meiden daher jedoch das offene tiefe Gewässer, auch wenn ihre Neugier sie oft eben genau dorthin lockt.

Beitritt

Nach absprache mit Padfoot

Geschrieben von Padfoot, Ursprünglich von Azuree_